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Von Berthold Zeitler  |  05.04.2008  | Netzcode: 1333268

Der Boxer mit der Kraft der Vier

Fahrbericht Subaru Impreza 2.0R Sport

Als PS-starker Bolide auf den Rallye-Pisten dieser Welt erfolgreich, kam der Impreza in der Normalverbraucher-Version nie so recht in die Gänge. Das Modell mit dem englischen "impress" für "beeindrucken" im Namen will das mit der dritten Generation des Kompaktwagens grundlegend ändern.

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Nur noch als Schräghecklimousine im Angebot: der neue Subaru Impreza. (Bild: Werksfoto)
Zumindest im Design fährt der Impreza flott dem Vorgänger davon. Zwar nicht so mutig wie beispielsweise der Honda Civic, aber immerhin. Fast fünf Zentimeter kürzer steht die fünftürige Schräghecklimousine ausgesprochen modern und dynamisch auf den Rädern. Klassisches Stufenheck und Kombi? Gibt es nicht mehr. Und das ist gut so.

Nicht so gut der Zustieg. Die Knöpfchen auf dem Schlüssel der Zentralverriegelung sind zu klein und leicht zu verwechseln. Außerdem macht man sich beim Ein- und Aussteigen gerne am Türschweller schmutzig. Das Raumangebot ist durchaus ausreichend, das Mobiliar vorne gut konturiert und angenehm straff. Auch in engen Kurven finden die Passagiere ausreichend Halt. Schalter und Hebel liegen gut zur Hand, sind einfach zu bedienen und geben keinerlei Rätsel auf. Was man vom optionalen Navigationsgerät nicht unbedingt behaupten kann. Der Kofferraum ist leicht zugänglich und gut nutzbar, wenngleich nicht gerade als üppig zu bezeichnen.

Die Rückbank ist ruckzuck umgeklappt. Dann lassen sich auch sperrige Güter problemlos transportieren. Gleichwohl: Die Klassenkameraden haben da schon ein deutlich größeres Abteil zu bieten - dafür aber keinen permanenten Allrad.

Und der ist gerade im Oberpfälzer Wald mit seinen langen Wintern eine Überlegung wert. Die Kraft der vier Räder und eine ausgewogene Gewichtsverteilung sorgen für eine dynamische Kurvenfahrt. Grundsätzlich untersteuernd, muss das elektronische Stabilitätssystem eingreifen, wenn das Heck bei abruptem Lastwechsel urplötzlich nach außen drängt. Die Lenkung ist zielgenau, die Handschaltung könnte noch einen sechsten Gang vertragen. Der Komfort insgesamt tendiert eher zur sportlichen Note, ist aber noch als angenehm zu bezeichnen.

Unter der Motorhaube rauschen die Kolben nicht auf und ab, sondern boxen gegeneinander. Die Maschine lässt auch den kernigen Sound hören, aber unter spritzig ist im unteren Drehzahlbereich etwas anderes zu verstehen. Wer flott sein will, muss fleißig schalten. Da wird dem permanenten Allrad Tribut gezollt. Mit einem Hebel neben der Handbremse lässt sich für besondere Anforderungen auch noch eine Geländereduktion namens "Dual Range" aktivieren.

Mit seinem Verbrauch boxt sich der Impreza aber aus dem Ring der sparsamen Kompakten. Etwas mehr als neun Liter Super sind heute in dieser Klasse nicht mehr zeitgemäß. Eine Alternative könnte da der neue Diesel-Boxer sein. Der hat zwar auch "nur" 150 PS, stemmt dafür aber 160 Newtonmeter mehr auf die Kurbelwelle.

Stenogramm


Subaru Impreza: Schräghecklimousine, 5 Türen, 5 Sitze

Antrieb: Vierzylinder-Ottomotor, 1994 ccm, 150 PS, max. Drehmoment 196 Nm bei 3200 U/min, Euro 4, Fünfgang-Schaltung, permanenter Allradantrieb

CO²-Emission:199 g/km

Fahrleistungen: Höchstgeschwindigkeit 193 km/h, Beschleunigung 0-100 km/h 9,6 sec., Testverbrauch 9,2 l Super, Tankinhalt 60 Liter

Maße und Gewichte: Länge 4415 mm, Breite 1740 mm, Höhe 1475 mm, Leergewicht 1400 kg, Zuladung 490 kg, Kofferraumvolumen 301-1216 Liter

Preis: 25 490 Euro (Grundpreis), 30 980 Euro (Testwagen)


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