(AFP)
Lufthansa steuert auf Streiks in der Haupturlaubszeit zu
Ab Montag streikt womöglich Bord- und Bodenpersonal
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| Lufthansa-Flieger in Düsseldorf © DDP/AFP / Volker Hartmann |
"Wir halten an unserem Fahrplan fest, und demzufolge geht es aller Voraussicht nach in den Streik", sagte der Verdi-Sprecher. Zwar habe die Lufthansa die Gewerkschaft aufgerufen, den Tarifkonflikt durch einen unabhängigen Sachverständigen schlichten zu lassen und wolle dadurch in letzter Minute mögliche Arbeitsniederlegungen verhindern. "Eine Schlichtung ist aus unserer Sicht jedoch nicht notwendig, wir brauchen schlicht ein Angebot, das die Beschäftigten an der Geschäftsentwicklung beteiligt", sagte der Sprecher.
Mayrhuber warnte die Belegschaft der größten deutschen Airline in einem offenen Brief, überzogene Lohnforderungen könnten zu einem Stellenabbau führen. Gewinnmargen von derzeit rund sieben Euro pro Passagier reichten nicht aus, "um unser Wachstum zu finanzieren und Ihnen Arbeitsplatzsicherheit zu geben". Deswegen dürfe die Kranich-Airline die Sympathien und das Vertrauen ihrer Kunden nicht durch Streiks aufs Spiel setzen, erklärte Mayrhuber.
Arbeitsniederlegungen zur Urlaubszeit könnten für die Lufthansa "richtig teuer werden", erklärte Mayrhuber weiter. Er rief seine Mitarbeiter auf, das Verständnis der Kunden für Streiks nicht überzustrapazieren.
Die Gewerkschaft Verdi gab sich angesichts der indirekten Drohungen über einen Stellenabbau gelassen. "Das sind Horrorszenarien, die an die Wand gemalt werden, um die Beschäftigten zu verunsichern", sagte der Verdi-Sprecher. Die Lufthansa stehe wirtschaftlich gut da. Zudem habe die Airline langfristige Kerosin-Lieferverträge abgeschlossen. Deswegen sei sie - anders als Konkurrenzunternehmen - gegen einen Anstieg der Ölpreise abgesichert.
Die Tarifverhandlungen bei der Kranich-Airline waren vor rund zwei Wochen gescheitert, nachdem Verdi und die Lufthansa sicht nicht über die künftige Vergütung des Boden- und Kabinenpersonals einigen konnten. Verdi hatte daraufhin die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik eingeleitet.
© 2008 AFP

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