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Von (ir)  |  25.07.2008  | Netzcode: 1473929
Weiden

Das Kreuz mit den kaputten Wirbeln

Lichtblick: Operationsmethoden immer ausgefeilter - Fortbildung mit Chefarzt und vier Oberärzten

Weiden. (ir) Die Wirbelsäule ist ein diffiziles Gebilde. Wird sie verletzt oder verliert sie im Alter an Stabilität, wird es für den Betroffenen meistens sehr schmerzhaft. Über ausgeklügelte Operationsmethoden - vom Hals- bis zum Lendenwirbel - informierten Chefarzt Dr. Thomas Neubauer-Gartzke und vier Oberärzte von der Unfallchirurgie des Klinikums beim Fortbildungsabend des Ärztlichen Kreisverbands im voll besetzten Gustav-von-Schlör-Saal.

Mit den Halswirbelkörpern, die bei Unfällen sehr häufig in Mitleidenschaft gezogen würden, beschäftigte sich Dr. Neubauer-Gartzke. Besonders Frakturen des Atlas und des Atlasbogens müssten bei mehrfach verletzten Unfallopfern häufig versorgt werden. Mit der sogenannten Magerl-Verschraubung könne eine Stabilisierung erreicht werden.

Implantat statt Bandscheibe



Häufigste Operationsmethode sei die ventrale Spondylodese. Bei dieser Versteifungsoperation müsse die Bandscheibe meistens ausgeräumt und durch ein Implantat aufgefüllt werden. Erfreulich sei, dass die Operationsmethoden und die industriell gefertigten Hilfsmittel immer ausgereifter seien. Die Zahl der Patienten mit Wirbelsäulenschäden nehme jedoch auch beständig zu.

Auf die Gefahr des Übersehens von Brüchen der Wirbelsäule im Brustbereich wies unter anderem Oberarzt Dr. Zakaria Abo-Mostafa hin. Die Frakturen machten manchmal keine großen Beschwerden. Neurologische Ausfälle wie Lähmungen oder Empfindungsstörungen sollten daher genau beobachtet werden.

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