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Von Dorothea Hülsmeier, dpa  |  20.08.2008  | Netzcode: 1506195
München

Der große Traum vom Museumsareal

München will unbedingt mit Berlin gleichziehen - Museum Brandhorst als neues Glanzstück

Wenn es um Museen geht, dann schielt München gern nach Berlin. Die bayerische Landeshauptstadt träumt von einem geschlossenen Kunstareal vergleichbar mit der Berliner Museumsinsel. Dabei kann sich München mit seinen drei Pinakotheken und dem Lenbachhaus schon jetzt durchaus sehen lassen. Mit dem ultramodernen Museum Brandhorst, dessen Bau fast abgeschlossen ist, erhält die Stadt ein weiteres Glanzstück.

Zwar wird das mit 36 000 bunten Keramikstäben in 23 Farben verzierte Museum Brandhorst erst Anfang 2009 eröffnet. Dennoch ließen es sich Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) und Kunstminister Thomas Goppel (CSU) vergangene Woche nicht nehmen, schon mal einen Blick in das neue Gebäude zu werfen.

Mehr als 700 Werke



Es wird künftig die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst beherbergen, die aus mehr als 700 Werken wegweisender Künstler des 20. Jahrhunderts wie Pablo Picasso, Cy Twombly und Andy Warhol besteht. 48 Millionen Euro kostete der vom Freistaat Bayern finanzierte Bau des Museums in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pinakothek der Moderne. Auf einem schmalen Grundstück entwarf das Berliner Architektenbüro Sauerbruch Hutton einen etwa 15 Meter hohen dreigeschossigen Langbau, der durch einen etwas höheren Kopfbau ergänzt wird. Neben der Außenhaut aus Keramikstäben ist Sammler Udo Brandhorst besonders stolz auf die raffinierte Lichtkons-truktion, mit der maximal viel Tageslicht in das Gebäude eindringen kann und durch lichtlenkende Lamellen gedämpft wird. "Die Tageslichtsituation ist sehr wichtig", sagte Brandhorst.

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