München will unbedingt mit Berlin gleichziehen - Museum Brandhorst als neues Glanzstück
Wenn es um Museen geht, dann schielt München gern nach Berlin. Die bayerische Landeshauptstadt träumt von einem geschlossenen Kunstareal vergleichbar mit der Berliner Museumsinsel. Dabei kann sich München mit seinen drei Pinakotheken und dem Lenbachhaus schon jetzt durchaus sehen lassen. Mit dem ultramodernen Museum Brandhorst, dessen Bau fast abgeschlossen ist, erhält die Stadt ein weiteres Glanzstück.
Zwar wird das mit 36 000 bunten Keramikstäben in 23 Farben verzierte Museum Brandhorst erst Anfang 2009 eröffnet. Dennoch ließen es sich Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) und Kunstminister Thomas Goppel (CSU) vergangene Woche nicht nehmen, schon mal einen Blick in das neue Gebäude zu werfen.
Mehr als 700 Werke
Es wird künftig die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst beherbergen, die aus mehr als 700 Werken wegweisender Künstler des 20. Jahrhunderts wie Pablo Picasso, Cy Twombly und Andy Warhol besteht. 48 Millionen Euro kostete der vom Freistaat Bayern finanzierte Bau des Museums in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pinakothek der Moderne. Auf einem schmalen Grundstück entwarf das Berliner Architektenbüro Sauerbruch Hutton einen etwa 15 Meter hohen dreigeschossigen Langbau, der durch einen etwas höheren Kopfbau ergänzt wird. Neben der Außenhaut aus Keramikstäben ist Sammler Udo Brandhorst besonders stolz auf die raffinierte Lichtkons-truktion, mit der maximal viel Tageslicht in das Gebäude eindringen kann und durch lichtlenkende Lamellen gedämpft wird. "Die Tageslichtsituation ist sehr wichtig", sagte Brandhorst.
München will unbedingt mit Berlin gleichziehen - Museum Brandhorst als neues Glanzstück
Vorbildlich ist auch das ökologische Konzept. Grundwasserpumpen helfen bei der Klimatisierung der Räume, die direkte Temperierung der Wände soll Energiekosten reduzieren. Gegenüber einem vergleichbaren Gebäude herkömmlicher Technik kann nach Angaben Brandhorsts der Energieverbrauch um 30 bis 50 Prozent gesenkt werden.
Rund 150 bis 200 Werke der Sammlung Brandhorst sollen nach Worten des Direktors der Stiftung, Armin Zweite, in dem Museum gezeigt werden. Zweite hatte zuvor die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen geleitet und kennt sich auch mit der Museums-Szene in München bestens aus, war er doch jahrelang Direktor des städtischen Lenbachhauses. Er fordert, beim Ausbau des Münchner Museumsareals in europäischem Maßstab zu denken. "Die Kulturwahrnehmung spielt heute eine dominierende Rolle für die Imagebildung einer Stadt." Auch wenn München kein Bode-Museum und keine Alte Nationalgalerie habe, die Kunstmuseen seien in ihrer Vielfalt und von ihrem Sammlungsgewicht mit Berlin auf jeden Fall vergleichbar, sagt Zweite.
München will unbedingt mit Berlin gleichziehen - Museum Brandhorst als neues Glanzstück
Suche nach zentralem Platz
"Da muss ein Masterplan entwickelt werden", fordert Zweite mit Blick auf das Ziel, ein Berlin vergleichbares Kunstareal zu schaffen. Seit längerem werden Pläne diskutiert, wie die verstreuten Sammlungen der Alten und Neuen Pinakothek, der Pinakothek der Moderne sowie der im Bau befindlichen Ägyptischen Sammlung durch einen zentralen Platz zusammengefasst werden können. Als die Stiftung Pinakothek der Moderne kürzlich ehrgeizige Entwürfe des Architekten Gunter Henn präsentierte, hagelte es auch Kritik.
Geld für den Ausbau Münchens zur Museumsstadt von internationalem Rang ist nötig. Anders als Berlin, das aus der Bundeskasse unterstützt wird, setzt München nach Worten von Goppel auf Kunstmäzene. Ist das Museum Brandhorst eröffnet, soll der Neubau für die Ägyptische Sammlung vorangetrieben werden. Doch bevor über die architektonische Gestaltung des Kunstareals entschieden werden dürfte, stehen noch Rettungsprojekte an. Neben dem Haus der Kunst ist laut Goppel "der dickste Brocken" das Deutsche Museum. Dem völlig maroden Technik-Museum droht das schleichende Aus.
Professor Siegfried Jerusalem stellt seine besten Studenten im Kammermusikkreis der VHS vot
Siegfried Jerusalem, einer der besten Wagner-Tenöre der letzten Jahrzehnte ist heute Präsident der Nürnberger Hochschule für Musik. Am Mittwochabend gastierte er bei der sehr gut besuchten
mehr...
Neue Pinakothek zeigt in Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum Amsterdam eine Ausstellung zur Haager Schule - Leihgaben aus Holland
Vor gut Hundert Jahren schrieb Max Liebermann: "Als die Holländer 1899 zum ersten Mal im Münchner Glaspalast auftraten, erregten sie ungeheures Aufsehen wegen ihrer frappierenden malerischen Kultur."
mehr...
Die chinesische Pianistin Yuja Wang und Belgiens Nationalorchester zu Gast im Regensburger Audimax
"Ich strenge mein Gehirn an, Klavier-Passagen auszudenken." Da hat er sich ins mächtig ins Zeug gelegt, der Herr Peter Iljitsch Tschaikowsky. Sein Klavierkonzert Nr. 1 gehört zu den großen Reißern im
mehr...
Künstler Christian Sedell präsentiert sein Buch "Sprechen mit Steinen" im Geo-Zentrum an der KTB - Ausstellung bis Januar zu sehen
Arm ist die Nordoberpfalz schon immer gewesen, aber auch schon immer steinreich. Mit den Megalithen, den zahlreichen Steinmonumenten der Region, hat sich der Bildhauer, Grafiker, Autor und Fotograph
mehr...
Professor Siegfried Jerusalem stellt seine besten Studenten im Kammermusikkreis der VHS vot
Siegfried Jerusalem, einer der besten Wagner-Tenöre der letzten Jahrzehnte ist heute Präsident der Nürnberger Hochschule für Musik. Am Mittwochabend gastierte er bei der sehr gut besuchten
mehr...
Neue Pinakothek zeigt in Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum Amsterdam eine Ausstellung zur Haager Schule - Leihgaben aus Holland
Vor gut Hundert Jahren schrieb Max Liebermann: "Als die Holländer 1899 zum ersten Mal im Münchner Glaspalast auftraten, erregten sie ungeheures Aufsehen wegen ihrer frappierenden malerischen Kultur." Die Rede ist von den Malern der sogenannten "Haager Schule", deren Namen der Kunstkritiker Jakob van Santen Kolff 1875 erfunden hat. Die zu dieser Gruppierung gehörenden Künstler, die vor allem von Camille Corot und der Schule von Barbizon beeinflusst waren, verstanden sich als Gegengewicht zu den pittoresken Landschaftsmalern der Spätromantik.
mehr...
Die Pinakothek der Moderne zeigt außerdem zum ersten Mal gut 120 Werke der Gegenwartskunst aus der 2006 erworbenen Kölner Sammlung Stoffel. "Passioniert provokativ" nennt sich die Schau bis zum 1. März 2009 mit Gemälden und Installationen von Künstlern wie Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Rosemarie Trockel oder Mike Kelley.
mehr...
Absonderlichste Stimme unter Bayerns Künstlern: Autor und Regisseur Herbert Achternbusch wird 70
Achternbusch? Schon der Name klingt seltsam, und so sind auch seine Bücher und seine Filme: seltsam. Zwar setzt sich Herbert Achternbusch so intensiv wie kaum ein anderer mit den Bayern auseinander,
mehr...
BR-Chefdirigent kritisch: Spitzenorchester hat keinen eigenen Konzertsaal
(dpa/üd) Einen eigenen Münchner Konzertsaal für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hat Chefdirigent Mariss Jansons anlässlich der Wahl des Orchesters unter die zehn besten Klangkörper
mehr...