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Von (wd)  |  06.09.2008  | Netzcode: 1524226
Weiden

Marktführer in einer Nische

Mitras Materials im schwierigen Umfeld erfolgreich -Wirtschaftsministerin Müller zu Gast

Weiden. (wd) Die "Sandwich-Situation", die steigenden Erdöl- und damit Kunststoff-Preise sowie der bei den Kunden erzielbare Preis, lasse nur schmale Margen zu, gestand Klaus-Uwe Reiß, Geschäftsführer der Mitras Materials. Umso mehr überraschte auch Wirtschaftsministerin Emilia Müller die Erfolgsbilanz des Unternehmens, das sich zum Marktführer in der Nische Thermodet entwickelt hat.

Zum Besuch der Ministerin sowie der örtlichen CSU-Prominenz reiste sogar Gesellschafter Dr. Werner Folger von Freising nach Weiden. Am 15. September wird er wieder kommen, um seinem Geschäftsführer in Weiden zum 20-jährigen Betriebsjubiläum zu gratulieren. Seit 2000 leitet Reiß das Unternehmen, in das 2001 Dr. Folger als Gesellschafter eintrat.

Gemeinsam "mit dem ganzen Team" richteten sie den heute 51 Jahre alten Betrieb, der auf der einstigen Flachglas fußt, neu am Markt aus, optimierten Kosten, entwickelten neue Produkte. 50 Prozent der Thermodet-Platten für Auto-, Caravan- und Nutzfahrzeugeindustrie gehen ins Ausland. Sie realisierten ein Energiesenkungskonzept, banden die Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse ein, kehrten zum Tarif zurück, setzen auf Ausbildung und den Aufstieg fähiger Beschäftigten im Betrieb.

Heute ist Folger Alleingesellschafter. Schulden werden schnell getilgt. "Wir brauchen keine Banken." Und vor allem wird investiert: bisher sieben Millionen Euro. Im Herbst kommt ein neuer Extruder (weitere drei Millionen Euro). 2008 wuchs der Betrieb um zwölf Mitarbeiter. Vor allem aber war 2007 das erfolgreichste Geschäftsjahr (35 Millionen Euro Umsatz) in der 50-jährigen Firmengeschichte. "2008 rechnen wir mit einer Steigerung. Wir haben fast jedes Wochenende durchgearbeitet."

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