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Von Peter Klewitz  |  14.03.2008  | Netzcode: 1305169

Vorwärtsverteidigung statt eines Schuldbekenntnisses

Kommentar von Peter Klewitz

Fast kann man die Uhr danach stellen. Da ist das Urteil über den suspendierten Priester noch nicht gesprochen, kritisiert sein Generalvikar bereits die "beispiellose, bundesweite Diffamierungskampagne" seitens der Medien gegen das Regensburger Bistum. Michael Fuchs spricht - und das tut er sicher nicht aus eigenen Stücken, sondern auf Geheiß seines Oberhirten, von dem derlei Formulierungen schon häufig hörbar wurden - von "erschreckender Desinformation und Faktenresistenz" mancher Medien.

Dabei hat die Verhandlung gegen den pädophilen Peter K. eben das bestätigt, was die seitens Gerhard Ludwig Müller schuldig gesprochenen Zeitungen, Funk- und TV-Häuser mehrfach publiziert hatten: Die Diözese wusste von der Seelsorgearbeit in Riekofen, die nachweislich schon lange vor Ablauf seiner Bewährungsfrist im Juli 2003 begonnen hatte, aushilfsweise sogar beinahe zeitgleich mit deren Beginn, nämlich im Jahr 2000. Ab 2001 war der nun als Wiederholungstäter verurteilte Geistliche faktisch als verantwortlicher Pfarrer in Riekofen tätig, auch wenn er erst 2004 zum Pfarradministrator ernannt wurde.

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