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Amberg

"Auf dein Wohl, Klostermann ..."

Nach 25 Jahren schließt die Kultkneipe Vis-à-vis in Amberg - Wirte lassen Zeit Revue passieren

"Oje, oje, der Klossi ist besoffen, die Kneipe bleibt heut' offen. Auf dein Wohl, Klostermann!" - mit glasigen Augen sangen die Visa-Leute gestern zum letzten Mal die Hymne, die die legendäre Band Bourbon einst für die Amberger "Pinte" textete. Ab heute, nach 25 Jahren, ist der kultige Laden geschlossen. Jetzt heißt es: "Es war 'ne geile Zeit, uns war kein Weg zu weit. Du fehlst hier..." mehr...
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Visa adé - Wunderschön war die Zeit

Eine Frage quält mich dieser Tage besonders: Ist die Schließung meiner Lieblingskneipen direkt proportional abhängig von der Erkenntnis, dass ich langsam alt werde? Es fing vor einer handvoll mehr...
Von (wru)  |  02.06.2008  | Netzcode: 1400034
Amberg

Poetry-Slam

Erster AZ-Poetry-Slam im Amberger Rockdomizil

Amberg. (wru) Am Freitag, 30. Mai, fand der erste AZ-Poetry-Slam im Rockdomizil in Amberg statt. Sechs Teilnehmer schmetterten ihre Texte ins Publikum - die Newcomerband Foundation aus Amberg rundete den unterhaltsamen Abend ab.

Poetry-Slam
Mit gespielter Unsicherheit drückt der hagere junge Mann mit seiner Anzughose den Satz "Meine Freundin heisst Ling. Ich tue sie sehr Lieb-Ling!" ins Mikrofon. Darauf das Publikum: "Buh, der war aber flach!". Er darauf: "Ihr dachtet, daß sei ein Flacher? Dann wartet mal auf die nächsten drei Minuten!". Das Publikum lacht und es gibt Beifall.
Diese Interaktion zwischen Künstler und Publikum ist ein Markenzeichen der sogenannten Poetry-Slams. Am Freitag, 30. Mai, kämpften sechs Wortakrobaten im Amberger Rockdomizil um den Titel des besten "Poetry-Slamers".
Die Teilnehmer hätten unterschiedlicher nicht sein können: Die 12 Jahre alte Laura Weinhold überraschte mit einer unterhaltsamen Kurzgeschichte mit dem Thema Trennung. Das die Liebe zu einer Schildkröte größer als die zu einer Frau sein kann, bewieß der erfahrene Bühnenpoet Wolfgang Tischer. Der mysteriöse, aber nichtsdestotrotz äußerst attraktive Slamer namens "Vanillebär" fesselte das Publikum mit Zeilen über vergewaltigten Frieden, einsamen Nächten und schizophrenen Selbstgesprächen. Tobias Stöcklmeier, einer von zwei spontanen Slamern, regte mit einer Akustikgitarre bewaffnet zum Nachdenken und Schmunzeln an.
Die Gewinner des Abends waren Wolfgang Tischer (Bamberg), Laura Weinhold (Pressath), "Vanillebär" (Amberg) und Tobias Stöcklmeier (Amberg).
Nach den Slamern heizte die Alternative-Rockband Foundation aus Amberg den Anwesenden noch ordentlich ein. Ihre selbstgeschriebenen Rocknummern gehen gut ins Ohr und ins Bein und beweisen, das Foundation dem New-Comer-Status schon längst entwachsen sind.
Obwohl das optimale Wetter wenig Besucher ins Rockdomizil lockte, waren sich alle Anwesenden einig: Poetry-Slams müssen weiterhin Einzug in Amberg halten. Mehr dazu in den kommenden Wochen auf diesen Seiten.

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