Weiding. (gl) Jetzt ist es amtlich: Aus den Wasserhähnen im Gemeindebereich strömt Trinkwasser von bester Qualität. Den entsprechenden Laborbericht über die Untersuchung der Wasserversorgung bekam der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vorgelegt. Zum Einstieg in die Tagesordnung hatte das Gremium den Hochbehälter in Augenschein genommen.
Bei der Besichtigung konnten sich die Räte von einer intakten Wasserversorgung überzeugen. In der 1998 erstellten Hochbehälteranlage, die über zwei je 450 Kubikmeter fassende Wasserkammern verfügt, hieß Bürgermeister Hans Wirnshofer seine Ratskollegen und weitere Interessenten willkommen. Im Anschluss demonstrierte Wasserwart Herbert Vogl die maschinelle Behandlung des kostbaren Lebensmittels.
1933 erstmals gefasst
Das Wasser stammt aus einer Quelle, die erstmals 1933 gefasst worden war. In späteren Jahren wurde der Zufluss noch um eine Quelle in den "Weißen Wiesen" erweitert. Die vier neuen Gemeinderäte überzeugten sich bei der Besichtigung von einem Teil der intakten Infrastruktur. Das positive Bild der Wasserversorgung vervollständigte die Vorlage des Laborberichts: Danach entspricht die Wasserversorgung in Weiding in vollem Umfang der Trinkwasserverordnung.
Im Sitzungsraum waren nach einer Überprüfung zunächst verschiedene Versicherungsangelegenheiten zu klären. So musste die kommunale Haftpflichtversicherung angepasst werden und zwar um eine Prämie von 1,95 Euro pro Einwohner ohne Selbstbeteiligung. Die von der Feuerwehr bereits abgeschlossene Vereinsunfallversicherung wird künftig an die Gemeinde übertragen und für die Versicherung der Ladung des Löschfahrzeugs werden Angebote eingeholt.
Ohne Einwendungen wurde die Erhöhung des Haushaltsansatzes für die Kosten für Straßenreparaturen einschließlich Winterdienst von 45 000 auf 53 000 Euro gebilligt. Außerdem hob das Gremium dafür die Hand, für die Neuanschaffung eines gebrauchten Einsatzfahrzeuges für den Rotkreuzdienst "Helfer vor Ort" einen Zuschuss von 500 Euro beizusteuern. Nach einem Schreiben des Landratsamtes, in dem die Bestellung von einem Jugendbeauftragten für die neue Sitzungsperiode angeraten und auf den Stellenwert der Jugendarbeit verwiesen wurde, entschied sich das Gremium für den vorgeschlagenen Matthias Rettinger.
Flurbereinigung eingeleitet
Schließlich ging es beim Antrag auf Einleitung des Flurbereinigungsverfahrens für das westlich der Staatsstraße 2154 gelegene Gemeindegebiet um ein bereits in der Bürgerversammlung angesprochenes Thema. Wegen einer voraussichtlichen Antragsfrist von 15 Jahren wurde von Günther Bock vorgeschlagen, im Hinblick auf weitere Möglichkeiten den Antrag auf das gesamte Gemeindegebiet zu erweitern, was auch so beschlossen wurde.
Bürgermeister Hans Wirnshofer beantwortete noch eine Frage aus der zurückliegenden Sitzung: Für die Mäharbeiten an verschiedenen Projekten wurden im Vorjahr an den beauftragten kommunalen Dienstleister 1601 Euro bezahlt. Er unterrichtete die Räte noch über die Genehmigung des Haushalts 2008 durch die Rechtsaufsichtsbehörde. Da das Zahlenwerk keine genehmigungspflichtigen Positionen enthielt und die Verschuldung in diesem Jahr auf Null zurückgeführt wird, kam die Haushaltsgenehmigung ohne jegliche Auflagen und Einwendungen. Der Bericht, so Bürgermeister Wirnshofer, "war so kurz, wie noch nie".
Weil die nächste überörtliche Rechnungsprüfung, nicht wie geplant in diesem, sondern erst im nächsten Jahr erfolgt, verlagern sich auch deren Kosten, was vor dem Einstieg in die nichtöffentlichen Beratungen mit Zufriedenheit registriert wurde.
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