Amberg. (ref) Rechtzeitig vor dem Amberger Handballfestival präsentiert die HG Amberg mit Matthias Steinert (33 Jahre) und Robert Torunsky (29) ein neues Trainergespann für die Bezirksoberliga-Mannschaft.
Wir sprachen mit dem Duo sowie HG-Vorsitzenden Bernhard Karl (44) und Wolfgang Wrosch (51) über die Zukunftspläne der Amberger Handballer.
Herr Karl, warum hat sich die HG Amberg für eine interne Lösung entschieden?
Bernhard Karl: "Wir haben nach dem Rücktritt von Holger Metzner, dem ich auf diesem Wege noch einmal für seine hervorragende Arbeit danken möchte, zum Saisonende sehr, sehr viele Gespräche geführt. Der Markt ist extrem schwierig und wir haben einfach keinen geeigneten externen Kandidaten gefunden. Entweder standen sie bei ihren Clubs im Wort, oder sie waren schlichtweg nicht zu finanzieren! Glücklicherweise sind wir in den eigenen Reihen fündig geworden."
Also eine Notlösung?
Wolfgang Wrosch: "Keineswegs! Wir verfügen über ein Trainergespann, das in den vergangenen Jahren viele Erfolge gefeiert hat. Matthias Steinert hat vor kurzem die Damen des SC Regensburg in die Landesliga geführt und war schon Co-Trainer beim ESV Regensburg in der zweiten Bundesliga. Robert Torunsky wurde mit unserer weiblichen A-Jugend und als Auswahltrainer zweimal bayerischer Vize-Meister. Der einzige Wermutstropfen dabei ist, dass uns Matthias Steinert als Spieler sehr fehlen wird."
Von (ref) |
25.07.2008
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Amberg
Trainer-Duo führt HG Amberg
Matthias Steinert und Robert Torunsky - Interview
Sie werden also nicht als Spielertrainer fungieren. Wie ist die Aufgabenverteilung?
Matthias Steinert: "Ich werde als verantwortlicher Trainer auf der Bank sitzen und nicht auf dem Spielfeld stehen. Robert wird mich dabei als Co unterstützen."
Herr Torunsky, warum haben Sie sich trotz mehrerer Angebote für einen Verbleib bei der HG Amberg entschieden?
Robert Torunsky: "Für mich hat meine Diplomarbeit an der HAW Amberg-Weiden absolute Priorität, deswegen möchte ich derzeit nicht als alleinverantwortlicher Trainer fungieren. Natürlich liegt mir die HG Amberg nach 17 Jahren auch sehr am Herzen.
Sehen Sie aufgrund des geringen Alters des Trainergespanns oder der Nähe zur Mannschaft Akzeptanzprobleme bei den Spielern?
Karl: "Die darf es nicht geben, denn beide verfügen über viel Erfahrung."
Wrosch: "Wir nehmen die Mannschaft da auch ganz klar in die Pflicht! Die Trainingseindrücke sind jedenfalls sehr positiv und das Team zieht super mit."
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25.07.2008
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Trainer-Duo führt HG Amberg
Matthias Steinert und Robert Torunsky - Interview
Klappt es in der Saison 2008/09 nach den vielen vergeblichen Anläufen mit dem Aufstieg in die Landesliga?
Steinert: "Das kann nicht unser Ziel sein, schließlich haben wir namhafte Abgänge zu verkraften. Wir liebäugeln mit einer Platzierung zwischen vier und sieben."
Wer sind die Abgänge?
Steinert: "Goalgetter Stefan Moritz ist zum HC Sulzbach gewechselt, Torhüter Karel Thomayer und Linkshänder Dusan Franz verlassen uns mit unbekanntem Ziel. Mit mir sind es vier Spieler aus dem Kader des Vorjahres. Dem steht mit Paule Böduel (siehe Extra-Bericht, Anm. d. Red.) bislang nur ein Neuzugang gegenüber."
Ist dem Amberger Handballpublikum eine Saison ohne Titelkampf zuzumuten?
Wrosch: "Das hoffen wir sehr. Der Grundtenor bei den Fans und Mitgliedern ist jedenfalls sehr positiv."
Karl: "Wir hätten auch einen anderen Weg mit vielen externen Spielern gehen können. Wir setzen aber ganz bewusst auf den hohen Identifikationsfaktor mit Amberger Akteuren und befreundeten Spielern aus der Region."
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25.07.2008
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Trainer-Duo führt HG Amberg
Matthias Steinert und Robert Torunsky - Interview
Steinert: "Zudem wollen wir verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen und dabei eng mit der zweiten Mannschaft zusammenarbeiten. Auch die A-Jugend absolviert derzeit eine Trainingseinheit mit den Herren. Ob jung oder alt, es harmoniert."
Steckt in den Derbys gegen die Reserven der Landkreisrivalen aus Sulzbach und Auerbach überhaupt noch eine Brisanz?
Steinert: "Sicherlich würden wir lieber gegen deren erste Mannschaften spielen. Aber auch die kleinen Derbys besitzen ihren Reiz, was man ja an dem enormen Zuschauerzuspruch gegen den HC Sulzbach II im vergangenen Jahr gesehen hat.
Was werden sie gegenüber ihrem Vorgänger Holger Metzner ändern?
Torunsky: "Wir werden Einiges allein aus dem Grund ändern müssen, da mit Zacherl Moritz und Matthias unsere beiden wichtigsten Abwehrspieler fehlen werden. Ansonsten werden wir uns schon an der erfolgreichen Arbeit von Holger Metzner orientieren, aber auch eigene Ideen verwirklichen."
Zum Abschluss die Frage nach ihrem persönlichen Ausblick für die Saison 2008/09?
Steinert: "Ich sehe Meister OG Erlangen und den SV Buckenhofen als Titelfavoriten an. Wir möchten unseren Fans tollen Handball präsentieren und hoffen, dass uns eine Verletzungsmisere wie im Vorjahr erspart bleiben wird. Dann werden wir unsere Ziele auch verwirklichen können."
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