Nabburg
Auf dem Trockenen
Wasserwachtstag im Klassenzimmer - Schwimmausbildung fördern
Nabburg. (jua) Die Zahl ist erschreckend! Im Jahre 2007 ertranken in Deutschland 484 Menschen. Bayern liegt mit 91 Ertrunkenen an der Spitze der besorgniserregenden Statistik. Bayernweit intensiviert die Wasserwacht deshalb die Kooperation mit Schulen, um die Schwimmausbildung zu fördern und dem Ertrinkungstod aktiv zu begegnen.
Taucherdemonstration, Seepferdchenabnahme, Rettungsvorführung oder Schwimmen mit Hilfsmittel hätte das Programm vorgesehen. Das schlechte Wetter hielt jedoch davon ab, ins kühle Nass zu springen. Die Aufklärung fand deshalb in den Klassenzimmern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe statt, und auf dem Pausenhof konnten die Fahrzeuge (Einsatzboot, Sanitätsauto, Einsatzleiter-Fahrzeug) der Wasserwacht begutachtet werden.
Das Schwimmvermögen der Schulkinder nimmt bundesweit immer mehr ab. 30 Prozent der Jugendlichen können nach Schulabschluss noch gar nicht oder nicht ausreichend schwimmen. Technischer Leiter Roland Vogt und Kreisvorsitzender Reinhard Hösl wiesen auf die Gefahren, die notwendige Sicherheit und eine im Notfall schnelle Rettung im nassen Element hin.
In der Vergangenheit wurden bereits Sportlehrer in die Neuerungen des Rettungsschwimmens und der Ersten Hilfe eingewiesen. Die Wasserwacht will nun Kinder, Eltern und Schule animieren, vermehrt schwimmen zu gehen. Auch die angebotenen Schwimmkurse und das wöchentliche Jugendtraining für Sechs- bis Zehnjährige sollten in Anspruch genommen werden, lautete der Appell an der Schule.
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