Lebenshilfe Amberg-Sulzbach beteiligt sich an "Aktion Rollentausch": Einblicke in soziale Arbeit
Jokiel:. Amberg. (san) Ein Politiker darf einen Tag lang hinter die Kulissen einer sozialen Einrichtung blicken: Der 2006 erstmals initiierte Rollentausch macht's möglich. Die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach beteiligt sich an dieser Aktion nun zum dritten Mal. Geschäftsführer Walter Jokiel hat mit diesem Projekt gute Erfahrungen gemacht. Denn Öffentlichkeitsarbeit ist für die Einrichtung ein wichtiger Faktor.
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Aktion Rollentausch gemacht?
Walter Jokiel: Es besteht schon ein sehr reges Interesse auch seitens der Politik, zur Lebenshilfe zu kommen und sich ein Bild von unserer Einrichtung zu machen. Gerade die Vertreter der Politik haben hier die Möglichkeit, zu prüfen, wie die bereitgestellten finanziellen Mittel in der Praxis eingesetzt werden. Das Interesse ist auf jeden Fall da, könnte aber durchaus noch größer sein. Bevorzugt werden beim Rollentausch eher unsere Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Das Interesse an dem Bereich Arbeit ist erkennbar größer als an der Schule.
Was erwartet die Hospitanten bei der Lebenshilfe?
Die Hospitanten können selbst entscheiden, in welchem Bereich sie eingesetzt werden und Erfahrungen sammeln wollen. Bei uns im Heilpädagogischen Zentrum in den Bereichen Frühförderung, Schulvorbereitende Einrichtung (Kindergarten), Schule oder Tagesstätte. Im jeweiligen Bereich lernen sie dann Arbeit und Förderangebote kennen.
25.07.2008
| Netzcode: 1473899
Jokiel:
Integration ein großer Schwerpunkt
Lebenshilfe Amberg-Sulzbach beteiligt sich an "Aktion Rollentausch": Einblicke in soziale Arbeit
Was bedeutet soziale Arbeit im Alltag bei der Lebenshilfe?
Ganz wichtig ist, dass auch Menschen mit Behinderung eine umfassende Schulbildung bekommen. In diesem Zusammenhang ist es von großer Bedeutung, dass wir das hierfür erforderliche Personal haben. Allerdings wird dieses oft nicht im vollen Umfang als Fachpersonal und insbesondere auch als Zweitkräfte (Pflegekräfte) zur Verfügung gestellt. Wir haben Kinder und Schüler mit unterschiedlichen Förder- und Betreuungsanforderungen, manche brauchen eine Eins-zu-Eins-Betreuung, andere wiederum Hilfestellungen im schulischen Alltag wie z.B. beim Malen oder Basteln.
Inwieweit ist es wichtig für die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach, sich nach außen zu öffnen?
Öffentlichkeitsarbeit ist für uns ein ganz wichtiger Bereich. Wir sind bestrebt, weitestgehende Integration Integration anzubieten und auch umzusetzen. Beispielsweise haben wir zwei Außenklassen in der Albert-Schweitzer-Schule, in der behinderte und nichtbehinderte Kinder in verschiedenen Fächern gemeinsamen Unterricht haben. Die Integration ist ein ganz großer Schwerpunkt in unserer Arbeit, aber natürlich hat Integration ihre Grenzen, vor allem wenn es darum geht, für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder das bestmöglichste Förderangebot umzusetzen.
Unser Anliegen ist, unsere Arbeit transparent zu machen. Wir wollen zeigen, dass unsere Kinder und Schüler auch Stärken haben, nicht nur Schwächen. Diese Stärken wollen wir festigen und ausbauen.
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