Gemeinderat will pfiffigere Gestaltung der Hauptschulfassade - Schüler von Idee begeistert
Altenstadt/WN. (spz) Ursprünglich war es nur ein Routinepunkt auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses. Nach der Präsentation durch die Architekten Matthias Heigl aus Darmstadt und Rainer Pichl aus Weiden wollte das Gremium über die farbliche Gestaltung der Hauptschule entscheiden. Doch es kam ganz anders.
Da im Vorfeld auch den Lehrern angeboten worden war, Vorschläge zu unterbreiten, nahmen Rektor Walter Sailer, Konrektor Karl Haubner und Lehrer Walter Fuchs an der öffentlichen Sitzung teil. Architekt Heigl schickte voraus, dass zu den dunkelgrünen Fenstern nicht jede Farbe passe. Er schlug vor, die in drei Abschnitte aufgeteilten Gebäudetrakte jeweils mit einer hellen Grundfarbe zu gestalten und diese mit dunklen Farbakzenten abzusetzen.
Beispiele aufgezeigt
Mit Animationen zeigte er Beispiele auf. Die Gemeinderäte sahen kräftiges Gelb, kombiniert mit Blau, einen hellblauen Grundanstrich, kombiniert mit Dunkelblau sowie Hell- und Dunkelgrün in Anlehnung an das Farbspektrum der Fenster. Gut kombinierbar seien die Hellgrau, Hellblau und Hellrot, so ließen die Planer wissen.
Konrektor Haubner informierte vor Eröffnung der Diskussion, dass Manfred Kutschker, Kunststudent an der Uni Regensburg, ein Alternativprojekt erarbeitet habe, das Haubner anhand von zwei Fotos erörterte. Gegenüber dem schlichten Farbanstrich der Architekten stellte dieses einen fast revolutionären Gegensatz dar. Bereits mit der Dreiteilung der Gebäude setzte der Künstler Farbakzente.
Von (spz) |
25.07.2008
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Altenstadt/WN
Architekten müssen nachsitzen
Gemeinderat will pfiffigere Gestaltung der Hauptschulfassade - Schüler von Idee begeistert
Er schlägt vor, den seitlichen Verwaltungstrakt mit einem kräftigen Orange gegenüber dem Mittelteil abzusetzen. Am zweiten Seitengebäude, der Turnhalle, will er einen zusätzlichen Glanzpunkt in Form eines riesig großen Kreises setzen. Mit der Grundfarbe Grau war der Klassenzimmertrakt von den beiden seitlichen Gebäuden optisch deutlich abgesetzt. Jedoch dominierte im Mittelteil ein farblicher Glanzpunkt in Form eines großen mehrfarbigen Dreieckes.
Der Vorschlag war in einer Versammlung von den Lehrern diskutiert worden. Laut Haubner gab es darüber geteilte Meinungen. Doch die Mehrheit stünde der Idee positiv gegenüber. Befragte Schüler seien einhellig begeistert gewesen. Dies entfachte eine rege Diskussion. Die Architekten wiesen darauf hin, dass diese Fassadengestaltung eine völlig andere Arbeitsweise erfordere, deshalb sei auch mit wesentlich höheren Kosten zu rechnen. Während sich einige Räte wie Dominik Baschnagl (CSU) mit der peppigen Farbgestaltung überhaupt nicht anfreunden konnten, plädierten andere, darunter auch Bürgermeister Ernst Schicketanz, für diese Lösung.
Schüler begeistert
Architekt Pichl erhielt den Auftrag, bis zur nächsten Sitzung das Projekt zu überarbeiten und farblich bunter zu planen sowie die zu erwartenden Kosten neu zu berechnen. In zwei Wochen soll das Thema wieder auf den Tisch kommen.
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