Weiden. (af) Gleich zwei "Amberger Vereine" räubern im Revier der Kreisklasse West. Mit der DJK Ehenfeld (9) und dem 1. FC Schlicht (8) liegen die Vereine vorne, die erst zu Saisonbeginn in die Spielklasse gewechselt waren.
Allerdings muss sich die Konkurrenz nicht grämen, denn das Feld liegt dicht zusammen. So haben die DJK Ebnath und der SV Riglasreuth (je 7) durchaus Chancen, in Kürze das Führungsduo von den vorderen Positionen zu vertreiben. Gut getan hat dem TSV Krummennaab (6) der 1:0-Erfolg gegen den TSV Mehlmeisel (6), während Aufsteiger SSV Brand (6) mit der 1:7-Heimpleite gegen Ehenfeld eine jähe Bauchlandung hinlegte.
(kut) Eine auch in dieser Höhe verdiente Klatsche musste der SSV Brand hinnehmen. Die Gäste ließen von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer am Ende als Sieger vom Platz geht. Die SSV-ler ließen den Gegner nach Belieben agieren und erspielten sich kaum nennenswerte Möglichkeiten. Lediglich aus einer Standardsituation heraus konnten sie den Ehrentreffer erzielen. Müßig darüber zu diskutieren, ob das 0:1 hinter der Linie war oder nicht. Die Ehenfelder Offensivkräfte spielten mit den Brandern Katz und Maus. Die logische Folge war, dass die Treffer wie reife Früchte fielen. Der Auftritt der Brander Elf ist auch durch die Ausfälle der Stammkräfte Kutsch und Pürner nicht zu entschuldigen.
(ehl) Erbendorf ging mit dem ersten Angriff durch Scherer 0 in Führung, als die Heimelf durch einen langen Ball überrascht wurde. Bis zum Pausenpfiff war Mehlmeisel die überlegene Mannschaft, jedoch war entweder der Abschluss zu harmlos oder man scheiterte am Aluminium.
Nach der Pause kam Erbendorf besser ins Spiel und es entstand ein offener Schlagabtausch. Beide Teams hatten ihre Chancen, die jedoch nicht verwertet wurden. Kurz vor dem Ende zog Abwehrspieler Nicklas aus 25 Metern ab. Sein Schuss senkte sich unter die Latte zum verdienten Ausgleich.
(sö) Gegen eine keinesfalls in Bestbesetzung angetretene Oberligareserve, nutzte die DJK die Gunst der Stunde und kam zu einem verdienten Heimsieg. Dabei vergab die Heimmannschaft erneut eine Reihe guter Einschussmöglichkeiten, ehe Spielführer Tobias Göhl mit einem Traumtor aus gut 30 Meter die Führung gelang. Anfangs der zweiten Halbzeit war Ebnath recht nachlässig und ließ die Kulmainer besser ins Spiel kommen. Der blitzsauber heraus gespielte zweite Treffer entschied die Partie frühzeitig. In der Schlussphase noch viel Aufregung als Wolfgang Söllner (DJK) nach einem Zusammenprall vom Notarzt behandelt und ins Krankenhaus gebracht werden musste und Florian Söllner daraufhin mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt wurde. Auch der SVK-Spieler konnte nicht mehr weiter machen und so spielten beide Teams mit einem Mann weniger weiter.
(exa) Der SVR begann druckvoll und hätte bereits mit dem ersten Angriff in Führung gehen können, als Thomas Hawranek eine Flanke von Julian Bauer nur knapp verfehlte. Die Heimmannschaft war in der Anfangszeit weiter spielbestimmend. In der 11. Minute war es Markus Hecht, der mustergültig Thomas Hawranek bediente und dieser hatte keine Mühe zum 1:0 einzuschießen. Ab diesem Zeitpunkt kam Freihung besser in die Partie, konnte sich jedoch keine zwingende Torchance erspielen.
In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Riglasreuth kontrollierte das Spiel, ließ aber gute Möglichkeiten ungenutzt. Die vergebenen Chancen hielten den FC Freihung bis zuletzt im Spiel, doch fehlte den Gästen an diesem Tag die nötige Durchschlagskraft.
Eine völlig verschlafene Anfangsphase der Heimelf brachte dem Gast nach 20 Minuten eine beruhigende 2:0-Führung. Zudem hatte Krummennaab noch zwei Mal Pech mit Aluminiumtreffern. Erst nach dem Rückstand wachte Kastl auf und kam zu Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel war es wiederum ein Abwehrfehler, der den Gästen das 0:3 bescherte. Dies war auch das Endergebnis trotz einiger guter Gelegenheiten für die Heimelf. Dem TSV Kastl muss man zu Gute halten, dass sie ersatzgeschwächt in die Partie ging. Die eingesetzten Nachwuchskräfte machten ihre Sache aber gut.
(ggl) In einer von beiden Seiten sehr offensiv geführten und gutklassigen Partie hätte die Heimelf nach 30 Minuten eigentlich den Tabellenführer schon klar ins Hintertreffen bringen können. Nicht weniger als sechs hochkarätige Chancen vermochten die TSV-Angreifer nicht im gegnerischen Netz unter zu bringen, zwei Mal stand das Aluminium im Wege.
Die in der Defensive doch erhebliche Schwächen offenbarenden Gäste kamen mit dem besseren Schwung aus der Pause. Das Spiel blieb auch im zweiten Abschnitt sehr unterhaltsam, die Möglichkeiten wechselten fast im Minutentakt. Trotz der Chancenvielzahl entstanden die beiden Treffer des Spiels eher aus Glückssituationen. Der gute und Ruhe ausstrahlende Reuther Torwart Senifer Latorre konnte den Heber von Klose erst hinter der Linie abwehren und dann senkte sich die Außenrissflanke von Spielertrainer Christian Schneider zum Ausgleich in den Torwinkel.
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