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Amberg
Region bei Ganztagsklassen führend
Ab September bieten sie sechs Schulen in Stadt und Landkreis an - Aussicht auf bessere Leistungen
Amberg. (ll) Wenn Schulamtsdirektor Hubert A. Haberberger große Stücke auf Ganztagsklassen hält, hat das nichts mit politischer Konjunktur zu tun (auch die Wahlkämpfer singen ja das Loblied der Ganztagsschule). Schon eher hängt es mit seinen Erfahrungen zusammen: "Man merkt an etablierten Ganztagsschulen eine Leistungssteigerung." Etwa an der Krötenseeschule in Sulzbach-Rosenberg, wo mehr Kinder den Quali geschafft hätten als an vergleichbaren Schulen.
Da kommt es ihm sogar gelegen, dass in unserer Region momentan das Interesse an der gebundenen Form des Ganztagsunterrichts (der dann für die ganze Klasse verpflichtend ist) etwas nachlässt. Der Grund: Eine Ganztagsklasse an einer Hauptschule kann bedeuten, dass im Gegenzug plötzlich die Regelklasse nicht genug Schüler hat und umgesprengelt werden muss.
Haberbergers Empfehlung in solchen Fällen ist deshalb die offene Ganztagsbetreuung, bei der die Schüler, die das wollen, nach dem "normalen" Unterricht am Vormittag auch den Nachmittag mit einem festen Programm in der Schule verbringen können. Das gefährdet die Schulstruktur nicht, weil die Regelklassen ungeschmälert erhalten bleiben.
Der Schulamtsdirektor weiß, dass die Ganztagsschule nicht für jedes Kind geeignet ist, "aber es gibt Schüler, die sind in diesen Strukturen gut aufgehoben". Für sie macht das Amt, wenn es aus pädagogischen Gründen geraten scheint, dann auch eine Umsprengelung möglich. In Amberg hat die Stadt dies unterstützt, indem sie auf Bitte des Schulamtes zusätzliche Kleinbusse einsetzt, die Schüler aus weiter entfernten Stadtteilen zu den Ganztagsklassen bringen.
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