Bettina Frost stellvertretende Leiterin des Sozialteams - Verantwortungsvolle Aufgabe
Tirschenreuth. (sze) "Mich erfüllt diese Stelle voll und ganz". Bettina Frost heißt die neue stellvertretende Leiterin des Sozialteams. Bereits seit 2003 ist die in Waldsassen wohnhafte Frau in der Einrichtung aktiv - damals noch als Praktikantin.
Als komplexe und vielschichtige Aufgabe bezeichnet Frost ihre neue Herausforderung, über die sie "sehr froh ist". Ihre Tätigkeitsfelder sind breitgefächert. Zum einen ist sie verantwortlich für die konzeptionelle Weiterentwicklung. "In der Zukunft muss sich das Kollegium an immer komplexer werdenden Krankheitsbildern" orientieren, fordert die junge Frau.
So ändere sich beispielsweise das "Klientel" im Heim - die Menschen würden älter, entsprechend brauche man neue Ideen und Pflegemethoden. Auch das betreute Wohnen für Suchtkranke werde an Bedeutung gewinnen, derzeit biete man drei Plätze an. Zum anderen ist Frost nun auch für die fachliche Anleitung der Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit der gesetzlich bestellten Betreuung zuständig.
Wichtig ist ihr die Betreuung zum persönlichen Budget, beteuert die stellvertretende Leiterin. Dabei handelt es sich um einen Rechtsanspruch, den die Patienten seit Januar 2008 haben. "Das steigert das Selbstwertgefühl", erläutert Frost, die als "Budget-Beraterin fungiert."
Von (sze) |
19.08.2008
| Netzcode: 1504796
Tirschenreuth
Direkter Kontakt sehr wichtig
Bettina Frost stellvertretende Leiterin des Sozialteams - Verantwortungsvolle Aufgabe
Erfahrung als Leiterin
Schon früh kam die Beziehung zwischen dem Sozialteam und der Diplom-Pädagogin zustande. Im Jahr 2003 begann sie eines von mehreren Praktika. Im Marienheim Fuchsmühl und später im Haus Waldnaab in Tirschenreuth war sie als Honorarkraft im Wochenenddienst tätig. Nach Beendigung des Studiums übernahm sie im Oktober 2004 die interne Leitung der Tagesstätte OASE in Weiden. Im Nachhinein resümiert sie diese Zeit als aufregend. Außerdem absolvierte sie einen Fernlehrgang in Psychotherapie, um sich im Bereich der psychischen Erkrankung weiterzubilden.
In diesem Jahr erhielt sie eine Anfrage für ein Vorstellungsgespräch in Tirschenreuth, da die Stelle der stellvertretenden Leitung des Soziotherapeutischen Zentrums frei geworden war. Frost übernahm schließlich diese Aufgabe. "Ich bin angekommen, wo ich hinwollte." Der großen Fürsorge-Pflicht sei sie sich bewusst, deshalb gehe sie auch "mit großen Respekt an die Sache. Ich bin ja für das Leben anderer verantwortlich."
Den direkten Kontakt zu psychisch Kranken hält die junge Frau in ihrer jetzigen Position für unheimlich wichtig. Um Menschen beurteilen zu können, müsse sie die Geschichte jedes einzelnen kennen.
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