Von (fsc)  |  19.08.2008  | Netzcode: 1504838
Neualbenreuth

Fackelzug durch den Ort

100 Jugendliche verabschieden sich am Ende des Zeltlagers auf ihre Art

Neualbenreuth. (fsc) Am Vorabend von Maria Himmelfahrt nahmen 100 Kinder und Jugendliche und die 30 Betreuer Abschied von ihrem diesjährigen Sommerlager. Anfang des Monats hatten sie ihre kleine Zeltstadt auf dem Sportplatz an der Volksschule aufgebaut und unbeschwerte Tage im Land unter dem Tillenberg verbracht.

Das Katholische Jugendlager gibt es seit 44 Jahren, erzählt Mario Kern, der es zusammen mit Sandra Gramlich geleitet hat. Zum zweiten Male fand es nach 2005 in Neualbenreuth statt. Im Jahr vorher war Mario Kern als Mitarbeiter der Orgelbaufirma Vleugels lange Zeit in der Pfarrkirche beschäftigt. Er hatte sich wohl dabei von der Landschaft und den Gegebenheiten begeistern lassen.

Plötzlich Ruhe und Stille



So fand das traditionsreiche Jugendlager vom Odenwald in den Oberpfälzer Wald. Die Jugendlichen im Alter von neun bis 16 Jahren zogen mit Lichtern und Fackeln durch den Ort um sich so "auf diese unsere Art zu verabschieden und Dank zu sagen", sagte Mario Kern zur Einstimmung. In einem großen Kreis auf dem Schulhof herrschte nach dem Anzünden der Lichter plötzlich Ruhe und Stille. Die Jugendlichen bereiteten sich vor, still durch die Straßen zu ziehen, dabei über die vergangenen zwei Wochen nachzudenken und sich an das Erlebte erinnern.

Die Schulstraße herab, über den Marktplatz zum Raiffeisenlagerhaus und am Sengerhof vorbei zurück zog die bunte Lichterkette und es war kein Laut zu hören, kein Wort erklang, nur tiefer Ernst war den jungen Leuten zu eigen.

Vielleicht nahm deshalb kaum jemand im Ort Notiz davon, was hier geschah. Einzig die "Bewohner" des Buswartehäuschens sahen zwangsläufig, womit sich ihre Altersgenossen beschäftigen. Mit einem großen Lagerfeuer endete dann das diesjährige Sommerlager der Leute aus dem Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis.


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