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Cheb/Eger
Pietät und Anstand siegen
Die sterblichen Überreste von 4000 gefallenen Deutschen finden ihre letzte Ruhestätte in Eger
Cheb/Eger. (nt/az) Die Stadt Cheb (Eger) und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schalten auf Grün: Die sterblichen Überreste von rund 4000 Angehörigen der deutschen Wehrmacht, die während des Zweiten Weltkriegs auf tschechischem Boden ums Leben gekommen sind, erhalten eine Ruhestätte auf einem neuen Soldatenfriedhof in Eger.
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| Der Plan ist fertig, der neue Friedhof in Eger wird Zug um Zug verwirklicht. Grafik: nt/az |
Kisten in einer Fabrikhalle
Hintergrund ist ein skurriler Knochenfund im März 2006 in der nordböhmischen Elbestadt Usti nad Labem (Aussig). In einer Fabrikhalle hatte man Kisten mit den sterblichen Überresten deutscher Wehrmachtssoldaten gefunden.
Viele auf tschechischem Boden zum Ende des Zweiten Weltkriegs getötete Soldaten wurden mehr lieblos begraben, statt ordentlich beigesetzt, bestätigte Tomas Jakl vom Militärhistorischen Institut in Prag gegenüber Radio Prag. "Die meisten der Soldaten sind an ziemlich unwürdigen Plätzen in ganz Tschechien bestattet worden."
Genfer Konvention
"Zum größten Teil ohne Namen oder einen Hinweis auf ihre Identität. Aber genau das ist eine der Bedingungen der Genfer Konvention, zu deren Einhaltung sich unsere Republik im Rahmen internationaler Verträge verpflichtet hat", erklärte Jakl. Es wird der neu entstehende Soldatenfriedhof in Eger sein, wo die Gebeine der über 4000 deutschen Soldaten, die derzeit auf dem Militärstützpunkt Brdy zwischenlagern, ihre endgültige Ruhestätte finden. Das - so berichtete auch Radio Prag unlängst - sei erst möglich geworden durch ein Angebot der Stadt. Bürgermeister Jan Svoboda zeigte sich über die nun gefundene Lösung zufrieden: "Dafür, dass die deutschen Soldaten auf dem Friedhof in Cheb bestattet werden, macht die deutsche Seite ein großes finanzielles Zugeständnis", sagte er.
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