Moto-Cross-Training an der Seblasmühle - Freies Training ab Samstagmittag
Schnaittenbach. (gfr) Schnaittenbach wird am Wochenende wieder einmal zum Mittelpunkt des lizenzfreien Moto-Cross-Sports, denn der Motorsport-Club Hirschau-Schnaittenbach lädt zum Moto-Cross-Training an der Seblasmühle ein. Was vor über zwei Jahrzehnten müde belächelt wurde, hat sich zu einer Moto-Cross-Veranstaltung entwickelt, die weit über die Landkreisgrenzen hinaus beliebt ist und die Fahrer aus ganz Bayern sowie Gaststarter aus dem östlichen Ausland anlockt.
Die Idee dieses Moto-Cross-Spektakeln ist ganz einfach, denn es geht um nichts außer Spaß am Fahren mit Geländemotorrädern. Es gibt keine Sieger, somit auch keine Verlierer, es wird "nur" trainiert, aber das unter härtesten Wettkampfbedingungen. MSC-Boss Christian Ruppert und sein Team haben auf einem Acker nahe der Seblasmühle einen gut 1000 Meter langen Cross-Kurs abgesteckt, der Fahrern und Motorrädern praktisch alles abverlangt. Unzählige enge Spitzkehren verlangen höchste Konzentration, auf schnellen Geraden wird nach oben durchgeschaltet und an der nächsten Kurve glühen die Scheibenbremsen. Einige Holzschanzen lassen Sprünge über 20 Meter zu und strapazieren Stoßdämpfer und Knochen.
Plastikplatten am Rücken
Kaum ein Fahrer ist heute so leichtsinnig, ohne schützende Protektoren, eine Art Ritterrüstung, zu fahren, denn es soll beim Moto-Cross schon vorgekommen sein, dass man unfreiwillig absteigen muss und dann helfen Helm, Knieschoner und Plastikplatten am Rücken.
Von (gfr) |
20.08.2008
| Netzcode: 1506029
Schnaittenbach
Da glühen die Bremsscheiben
Moto-Cross-Training an der Seblasmühle - Freies Training ab Samstagmittag
Legendär sind beim Moto-Cross-Training die Le-Mans-Starts, bei denen die Fahrer auf das Startsignal hin erst gut 20 Meter zu den Maschinen laufen, dann den Motor starten und losfahren müssen. Wer hier vorne dran ist, hat freie Bahn und Sicht und muss weder Staub noch Dreck eines Vorausfahrenden schlucken. Nach 15 Minuten plus zwei Runden wird die Trainingseinheit abgewunken, bei den kleinen Klassen ist das Training schon nach zehn Minuten plus zwei Runden vorbei.
Auch für Seitenwagen
Der Zeitplan sieht das freie Training am Samstag ab der Mittagszeit und am Sonntag bis kurz vor 11 Uhr vor. Dann beginnt das offizielle Training sämtlicher Klassen, das sich dann am Nachmittag noch einmal wiederholt. Zugelassen sind Solomotorräder bis 50/65 Kubikzentimeter (ccm), bis 85 ccm, bis 125 ccm-Zweitakt sowie die Viertel- und Halbliterklassen, teilweise mit Zweitakt- oder Viertakt-Motoren. Zuschauerherzen schlagen höher, wenn die Quads oder Seitenwagen ihre Trainingsrunden drehen, denn was die Moto-Cross-Akrobaten hier leisten, ist reif für die Show-Bühne. Eine etwas andere, aber sicher nicht weniger attraktive Show beginnt bereits am Freitag. Ab 16 Uhr spielen Donikkl im Festzelt gleich neben dem Cross-Kurs. Am Samstag lässt die Band High Line ab 20 Uhr die Zeltwände wackeln - bei freiem Eintritt, wie das beim MSC üblich ist.
Die Zuschauer sollen nur die ausgeschilderten kostenlosen Parkplätze benutzen, denn die "wilde Parkerei" entlang der Bundesstraße 14 bringt garantiert einen Strafzettel ein.
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