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Schwandorf
CSU-Frontmann in Bedrängnis
Münchner Staatsanwaltschaft führt Uwe Kass als "Nebenbeschuldigten" - Seit Tagen verschwunden
Schwandorf. (zm) Eine ausgedehnte Dienstreise kann es nicht sein. Das Münchner Büro weiß nicht, wo sich der Chef aufhält, wann er wieder erreichbar ist. Anrufbeantworter bauen eine undurchdringliche Wand zum familiären Umfeld in Schwandorf auf. Uwe Kass, der unterlegene Oberbürgermeister-Kandidat der CSU, scheint wie vom Erdboden verschluckt. "Abgetaucht", sagen Parteifreunde.
Da ist etwas
"Ich weiß, dass er sich im Ausland aufhält, mehr nicht", räumt einer der politischen Weggefährten ein. Ansonsten brodelt nur eine bald überkochende Gerüchteküche. Die Staatsanwaltschaften Amberg und Regensburg ermitteln nicht gegen den CSU-Stadt- und -Kreisrat, der Staatsanwaltschaft München I sagt der Name schon etwas. Als "Nebenbeschuldigter" im Zusammenhang mit einem offenbar dubiosen Anlagefonds werde Kass geführt, sagt Pressesprecher Oberstaatsanwalt Anton E. Winkler.
Keine Fahndung
Polizeilich suchen lasse die Ermittlungsbehörde den Schwandorfer aber derzeit nicht. Weshalb er dennoch verschwunden ist, diese Frage beflügelt die Fantasie in der Partei. Es ist sogar die Rede davon, dass sich der 42-Jährige in "ein Krisengebiet" abgesetzt habe. Derweil herrscht in der Münchner Steuerkanzlei tiefe Verunsicherung. Dort hebt jedoch noch jemand das Telefon ab. Der Chef sei nicht da, "vielleicht nächste Woche erreichbar", der Inhaber sei "eigentlich noch der Herr Kass".
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