In Nürnberg soll heute gegen Belgien der Umbruch beginnen - Stadion nicht ausverkauft
Herzogenaurach. (dpa) Es ist nur ein Test, aber der eigentlich bedeutungslose Länderspiel-Auftakt in die neue Saison könnte schon zum Start eines größeren Umbruchs in der Fußball-Nationalmannschaft werden.
Bundestrainer Joachim Löw versprach einen Tag vor der Partie am heutigen Mittwoch in Nürnberg (21 Uhr/ZDF) gegen Belgien den Beginn "einer neuen Periode" beim Vize-Europameister, in der es nur streng nach Leistungen gehen soll. "Grundsätzlich drängen junge Spieler nach. Da kann sich jeder, der spielt, einen Vorteil erarbeiten", erklärte Löw die letzte Vorbereitungs-Partie vor dem Start in die WM-Qualifikation im September zum neuen Wettrennen um die begehrten Kader- und Stammplätze. "Auch wenn es um nichts geht in dem Spiel, geht es für jeden Einzelnen darum, sich zu präsentieren", betonte Thomas Hitzlsperger, der gemeinsam mit Simon Rolfes die Schaltzentrale des deutschen Spiels bilden soll.
Erstes "Opfer" der kompromisslosen Linie des Bundestrainers, der keinerlei Erbhöfe zulassen möchte, könnte 45 Tage nach dem mit 0:1 gegen Spanien verlorenen EM-Finale Christoph Metzelder werden. Anders als noch bei der EURO wollte Löw dem 27-Jährigen für das Belgien- Spiel keinen Platz in der Startelf garantieren. "Ich werde mich erst informieren, was hat er getan, auf welchem Stand ist er. Es ist einfach noch offen", betonte der DFB-Chefcoach.
Von (dpa) |
20.08.2008
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Herzogenaurach
Joachim Löw rüffelt seinen Kapitän
In Nürnberg soll heute gegen Belgien der Umbruch beginnen - Stadion nicht ausverkauft
Gut möglich, dass in Nürnberg nun der 21-jährige Serdar Tasci neben dem Schalker Heiko Westermann in die Abwehrzentrale rückt. Löw kündigte das Debüt des jungen Stuttgarters bereits an: "Serdar wird spielen." Ob das gleich zu Beginn sein wird oder doch erst im Verlauf des Spiels, für das am Dienstag erst rund 30 000 der 42 000 Tickets verkauft waren, ließ er noch offen.
Wortwahl nicht geschickt
Einen Rüffel verteilte Löw noch an Ballack, der nach dem EM-Finale mit Manager Oliver Bierhoff aneinandergeraten war. Die Wortwahl des Kapitäns sei in dem Moment "nicht so ganz geschickt gewesen", monierte der Bundestrainer. Zwar seien die Emotionen verständlich: "Allerdings muss man sich als Kapitän der Mannschaft nicht in diesem Maße und mit solchen Ausdrücken abreagieren", sagte Löw in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Mit silbernen Fußballschuhen wird Lukas Podolski gegen Belgien auflaufen. Der Münchner bekam am Dienstag von DFB-Partner adidas den "Silbernen Schuh" der Uefa als zweitbester EM-Torschütze hinter dem Spanier David Villa überreicht. adidas fertigte Podolski extra ein Sondermodell für die Partie in Nürnberg an. "Wir sind stolz auf den zweiten EM-Platz, aber jetzt greifen wir die WM an", erklärte der 54-malige Nationalspieler, der wohl wieder aus dem Mittelfeld heraus stürmen soll.
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