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20.08.2008  | Netzcode: 1506305

"Depp" kommt teuer zu stehen

22-Jähriger wegen Beleidigung eines Polizisten zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt

Amberg.(ina) "Vielleicht ist es gar nicht gut, wenn man immer von der Strafverfolgung absieht", meinte Leitender Oberstaatsanwalt Walter Leupold am Montag in seinem Plädoyer angesichts der vier Einträge eines 22-jährigen Landkreisbewohners im Bundeszentralregister. Der Soldat saß am Amtsgericht erneut auf der Anklagebank, weil er einen Polizeibeamten bei einem außerdienstlichen Aufeinandertreffen als "Deppen" bezeichnet haben soll. Der 22-Jährige wurde am Ende für schuldig befunden und wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt.

Die ehrenrührige Äußerung soll laut Anklage bei einer Faschingsveranstaltung Anfang Februar in Vilseck gefallen sein. Der Soldat gab an, dass er sich "nicht daran erinnern kann", das gesagt zu haben. Ausschließen könne er es jedoch auch nicht, weshalb er sich zwischenzeitlich bei dem Polizisten schriftlich entschuldigt hatte. Der Beamte reagierte darauf jedoch nicht, weil der Neukirchener sein "Vertrauen schon mal missbraucht" habe.

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