Von (tss)  |  20.08.2008  | Netzcode: 1507112
Vohenstrauß

Pflegezentrum für 34 Patienten

Dr. Loew Soziale Dienstleistungen wollen neue Einrichtung in Nähe des Freibads bauen

Vohenstrauß. (tss) Um geistig behinderten Menschen ein angenehmes und sinnvolles Leben zu ermöglichen, ist neben Fachwissen auch der richtige Ort nötig. Ruhe und ländliche Umgebung soll er bieten, aber auch die Möglichkeit, Einkäufe zu Fuß zu erledigen und an gesellschaftlichen Aktivitäten teilzunehmen. Das ehemals geplante Schrebergartengelände beim Freibad eignet sich nach Ansicht der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen dafür ideal.

Ruhe und ländliche Umgebung: Hinter dem Freibad
Ruhe und ländliche Umgebung: Hinter dem Freibad wird ein neues Pflegezentrum entstehen. Für die Dr. Loew Soziale Dienstleistungen eignet sich das Grundstück ideal. Noch in diesem Jahr soll Spatenstich sein. Bild: tss
Das Unternehmen will dort für 34 Patienten ein Pflegezentrum und damit ein neues Zuhause schaffen. Darin werden nicht nur ältere Menschen mit Intelligenzminderung, sondern auch jüngere Kranke, die wegen der Schwere ihrer geistigen Behinderung auf Pflege angewiesen sind, optimal versorgt. Laut Bürgermeister Andreas Wutzlhofer soll der Spatenstich noch in diesem Jahr erfolgen.

In der Einrichtung werden rund 40 Mitarbeiter mit unterschiedlichen Professionalitäten die Bewohner rund um die Uhr betreuen. Dazu gehören Altenpfleger, Kranken- und Gesundheitspfleger, Heilpädagogen sowie Hilfskräfte. Die vollstationäre Versorgung bietet Hilfe in alle Lebensbereichen: von der täglichen Körperhygiene über die medizinische Behandlungspflege bis hin zur sinnvollen Tagesstrukturierung und Beschäftigung. In Vohenstrauß werden alle Stufen von Pflegebedürfigkeit abgedeckt.

Die Stellen stehen allerdings nicht alle zur Besetzung an, informiert Direktorin Lisa Volland. "Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der Mitarbeiter, die derzeit bei uns beschäftigt sind, anlässlich der Verlegung der Bewohner ihren Arbeitsplatz nicht kündigen wird." Der Dienstleister habe grundsätzlich ein hohes Interesse, dass das Personal im Unternehmen bleibt, da es die Bewohner kenne und umgekehrt.

"Ein Umzug ist für die betroffenen behinderten Menschen aufregend genug, da ist jeder Kontinuität stabilisierend und von daher willkommen", ergänzt Volland. "Inwieweit wir den Spatenstich in diesem Jahr noch einhalten können, ist nicht nur von uns abhängig, aber grundsätzlich unser Wunsch."

Geplant ist ein erdgeschossiger Gebäudekomplex mit drei Häusern für drei Bewohnergruppen, die durch Glasübergänge miteinander verbunden sind. Jede Gruppe bietet Platz für elf oder zwölf Männer und Frauen. Ein zentrales Verwaltungsgebäude ist Anlaufpunkt für Besucher und Gäste sowie Beschäftigungs- und Freizeitbereich für Bewohner. In einem Nebengebäude werden logistische Aufgaben wie Wäscheanlieferung oder Müllaufbewahrung organisiert.


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