Hohl kocht seinen Kaffee mit Wasser der Fürstenquelle und sogar Enten helfen ihm
Manche Städte haben ihren "Stadtschreiber". Amberg freut sich über seinen "Stadtmaler" Heini Hohl. Der ist ein Allrounder, packt gerne an und ist einer, mit dem man "Pferde stehlen" kann. Seit 2006 arbeitet er in seinem "neuen" Atelier am Schanzl. Obwohl er zurzeit den Pinsel mit dem Besen vertauscht hat, um sein Domizil für das Begegnungsfest am Sonntag auf Hochglanz zu bringen, nahm er sich Zeit für ein kurzes Gespräch mit der AZ.
Wann trifft man Sie denn in Ihrer hübsch gelegenen Künstlerwerkstatt an?
Heini Hohl: Seit zweieinhalb Jahren ist das hier mein Atelier. Im Sommer bin ich fast immer da. Im Winter nicht, da ist es zu kalt.
Das Atelier liegt ja direkt neben der Fürstenquelle. Trinken Sie daraus und hat das Wasser besondere Kräfte für Schönheit und Gesundheit?
Hohl (lacht): Ich koch' sogar meinen Kaffee mit dem Wasser. Sonst hab' ich noch nix direkt gemerkt. Aber ich fühl' mich unheimlich wohl damit. Und viele Leute kommen extra hierher, weil das Wasser so g'sund sein soll. Ob's schön macht, weiß ich net. Aber gut geht's mir hier schon.
Hohl kocht seinen Kaffee mit Wasser der Fürstenquelle und sogar Enten helfen ihm
Kommen denn manchmal Besucher, um Ihnen über die Schulter zu schauen beim Arbeiten?
Hohl: Das ist sehr selten. Die Leute trauen sich nicht rauf zu mir. Aber jeder ist bei mir willkommen, der sich für meine Kunst interessiert. Da freu' ich mich immer.
Wie halten Sie es mit Ihrer Nachbarschaft zu den Enten am Weiher?
Hohl: Enten füttern ist verboten, weil sie überhand nehmen. Aber sie sind richtig zutraulich. Beim Versuch, die Glaskunst auf den Flößen auf dem Wasser treiben zu lassen, sind die Objekte zu weit abgedriftet. Wir konnten sie nicht mehr erreichen. Da kamen plötzlich die Enten, guckten neugierig und haben sie dann zurückgeschubst.
Wird das "Fest mit Kunst und Musik zu Lande und zu Wasser" eine einmalige Veranstaltung sein?
Hohl: Nein, es soll eventuell zu einem festen Bestandteil im Kulturleben der Stadt werden. Es ist ja etwas Besonderes, nämlich keine abendliche Vernissage im üblichen Sinn, sondern Kunst am Tage für alle, die vorbeikommen, die neugierig sind, die mitmachen wollen.
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