In Haselbrunn wird ab Samstag wieder gemostet - Praktisch und hygienisch: Verpackung im Karton
Eschenbach. (gpa) Ab Samstag werden die Besitzer größerer und kleinerer Obstbaumplantagen wieder nach Haselbrunn pilgern, um in der dortigen Mostanlage ihre Früchte in hochwertigen, naturbelassenen Saft umwandeln lassen. Wenn die Obstkampagne läuft, ist Maria Ott in ihrem Element. Die Mostereileiterin freut sich, dass Kunden aus der ganzen nördlichen Oberpfalz und aus Franken kommen.
Der gute Ruf der Mosterei kommt nicht von ungefähr. Die gute Zusammenarbeit mit Josef Höllerl, dem Vorsitzenden des Speinsharter Obst- und Gartenbauvereins, macht es möglich, immer wieder Neues auszutüfteln. Maria Ott nimmt regelmäßig an Weiterbildungsmaßen teil und setzt das Gehörte in die Tat um.
Die vor wenigen Jahren auf den neuesten Stand gebrachte Mostanlage ist bayernweit eine der wenigen, die nach HACCP-Richtlinien (systematischer Weg zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit) arbeiten. So erfolgt seit fünf Jahren das Abfüllen der Säfte in hygienische Verpackung: Sterile Vakuum-Verpackungen mit tropfsichern Verschlüssen ersetzen die Mehrwegflaschen und verlängern die Haltbarkeit des Saftes.
Handliche Kartons
Außerdem sind die "Saftsäcke" mit fünf oder zehn Litern Füllmange in handlichen Kartons ("Bag in Box") leichter zu transportieren. Leere Beutel können im gelben Sack entsorgt werden, die Kartons sind wieder verwendbar. 2004 erwarb Maria Ott ein "Refraktometer". Dieses kleine Gerät ermöglicht es innerhalb von Sekunden, aus einem Tropfen Saft jeder Frucht die Öchslegrade, den Zucker- und Alkoholgehalt, abzulesen. Seit zwei Jahren ist ein von Maria Ott ausgetüftelter "Großkisten-Entleerer" im Einsatz. Es stehen 20 Lagerkisten mit einem Fassungsvermögen von jeweils bis zu zehn Zentnern Obst zur Verfügung. So ist sichergestellt, dass jeder Anlieferer Saft aus dem eigenen Obst erhält.
Von (gpa) |
28.08.2008
| Netzcode: 1514661
Eschenbach
Gesunder Schluck aus dem "Saftsack"
In Haselbrunn wird ab Samstag wieder gemostet - Praktisch und hygienisch: Verpackung im Karton
Momentan werden hauptsächlich Äpfel zum Mosten gebracht: Nur frische und vollreife Früchte sollten für die Saftzubereitung verwendet werden. "Mostobst muss reif, gesund und sauber sein, nicht mit Spritzmitteln behaftet. Es sollte ohne die Qualität beeinträchtigende Zwischenlagerung gebracht und so schnell wie möglich verarbeitet werden", weiß Maria Ott. Dies setzt eine Terminabsprache zwischen Anlieferer und Mosterei voraus.
Nur reifes Obst geeignet
"Qualität lässt sich in Fruchtsäften nicht produzieren", gibt die Leiterin zu bedenken. Vorhandene Inhaltsstoffe können durch schonende Herstellungsverfahren möglichst erhalten werden. Pflückreife Äpfel erhalten je nach Sorte die typische Färbung, bei Kernobst werden die Kerne braun. Der Stiel verliert die feste Verbindung mit dem Fruchtast, die Früchte lassen sich leicht pflücken. "Die Äpfel sollten frisch vom Baum kommen. Sie brauchen Luftzufuhr, deshalb nicht in Plastiksäcken lagern", lauten weitere Ratschläge der Mostexpertin. Wenn Äpfel unbedingt gelagert werden müssen, sollte dies kühl und luftig geschehen.
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28.08.2008
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Eschenbach
Gesunder Schluck aus dem "Saftsack"
In Haselbrunn wird ab Samstag wieder gemostet - Praktisch und hygienisch: Verpackung im Karton
"Unreifes Obst hat zu hohe Säure- und zu niedrige Zuckerwerte, überreifes Obst ist wegen seines niedrigen Säuregehalts nicht geeignet." Eine Handvoll fauler Äpfel könne den Saft von mehreren Tonnen verderben. "Unreife, angefaulte oder verschmutzte Früchte dürfen deshalb für die Mostproduktion nicht verwendet werden."
Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsnetzwerk befasst sich mit der Aufklärung der Wirkung von Apfelsaft-Inhaltsstoffen bei der Prävention von Darmkrankheiten. Das englische Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away" (Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern) lässt sich wissenschaftlich belegen. Wer Gutes für seinen Darm tun will, kann mehrere Gläser naturtrüben Apfelsaft pro Tag trinken oder mehrere Äpfel essen.
Telefonisch anmelden
Bereits für den ersten Mosttag am Samstag bittet Maria Ott um telefonische Anmeldung (09645/1631), um längere Wartezeiten zu vermeiden.
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