SPD-Bezirksvorsitzender über CSU: "Dann ginge manches schneller" - Kandidaten zu ihren Zielen
Amberg. (et) "In diesen Monaten vor der Wahl versucht die CSU, die Versäumnisse der letzten 51 Jahre aufzuholen. Wenn nur dauernd Wahlen wären, dann ginge manches viel schneller", seufzte der SPD-Bezirksvorsitzende Franz Schindler. Zusammen mit den regionalen SPD-Kandidaten für Land- und Bezirkstag präsentierte er das Programm der Sozialdemokraten für die Region.
Landtagsabgeordneter Schindler warf der Staatsregierung vor, die Oberpfalz krass zu benachteiligen, nannte als Beispiele die Bereiche Schulen und Hochschulen oder den Staatsstraßenbau. Privatisierungserlöse flössen überall hin, nur nicht in diesen Bezirk.
Sitze hinzugewinnen
Seit 35 Jahren forderten laut Schindler die Bahn und auch die SPD eine Elektrifizierung von Strecken in der Oberpfalz. Nachdem sie dieses Ansinnen im Landtag immer abgelehnt habe, habe sich die CSU plötzlich der Gruppe der Befürworter einer solchen Maßnahme angeschlossen - "aber erst, seit der Transrapid beerdigt ist". Landtags-Direktkandidat Reinhold Strobl beschrieb das Wahlziel: Die oberpfälzische SPD wolle in Land- und Bezirkstag Sitze hinzugewinnen. Schließlich habe man auch Erfolge vorzuweisen. Der Abgeordnete nannte hier den Weiterbau der A 6 oder die Aufnahme der Umgehung von Sulzbach-Rosenberg im Zuge der B 14 in den vordringlichen Bedarf. Strobl trat für den verstärkten Bau von Radwegen ein, beklagte die Situation an der Schmidmühlener Schule, wo die siebte Klasse wegfalle.
Von (et) |
05.09.2008
| Netzcode: 1522924
Amberg
"Wenn nur dauernd Wahlen wären"
SPD-Bezirksvorsitzender über CSU: "Dann ginge manches schneller" - Kandidaten zu ihren Zielen
Konkret will sich Reinhold Strobl einsetzen für den Erhalt wohnortnaher Schulen, zum Beispiel in Schmidmühlen, Illschwang oder Neukirchen. Ein Anliegen ist ihm die Schaffung einer Regionalschule im Bereich Hirschau/Schnaittenbach. Beim Weiterbau der Umgehung von Ammersricht will er sich dafür stark machen, dass nahe Witzlhof eine Park-and-ride-Anlage entsteht.
Museum Theuern an Bezirk
Der SPD-Direktkandidat für den Bezirkstag, Richard Gaßner, sieht das Bergbau- und Industriemuseum Theuern als Gegenstück zum Freilandmuseum Perschen. Deshalb sollte der Bezirk diese Einrichtung ebenfalls übernehmen. Der Bezirksrat kündigte an, verstärkt auf den Abschluss der Baumaßnahmen an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg zu dringen. Er begrüßte es, dass diese zwischen Bezirk und Stadt aufgeteilt worden ist.
Auch will sich Gaßner weiter eines Projekts am Amberger Klinikum annehmen, nämlich des Baus einer Institutsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Hier sei man bereits ein deutliches Stück vorangekommen. Den Neubau von Studentenwohnungen in Amberg und Weiden sieht er als weiteres Betätigungsfeld.
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05.09.2008
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Amberg
"Wenn nur dauernd Wahlen wären"
SPD-Bezirksvorsitzender über CSU: "Dann ginge manches schneller" - Kandidaten zu ihren Zielen
Die SPD-Listenkandidatin für den Bezirkstag, Brigitte Netta, betrachtet den Bereich Kinder und Jugendliche als Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie will auf ausgeglichene Bildungs- und Lebenschancen für alle hinarbeiten und forderte mehr Personal für die Kindertagesstätten. Landtags-Listenkandidat Dr. Armin Rüger will sich besonders der Gesundheits- und Sozialpolitik widmen. Hier gelte es, die kleingliedrige Krankenhauslandschaft und damit eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung zu sichern. "Der Patient darf nicht zu einer reinen Kostenstelle werden", betonte er.
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