Spitzenkandidat Sepp Daxenberger: "Grüne Politik tut auch der Wirtschaft gut"
Tirschenreuth. (jr) "Früher wurde grüne Politik belächelt, heute ist sie zukunftsweisend. Sogar die Wirtschaft hat erkannt, was gut für sie ist." Sepp Daxenberger, Spitzenkandidat für die Landtagswahl, nahm sich am Donnerstag kein Blatt vor den Mund. Um "Erneuerbare Energien" ging es bei einer Gesprächsrunde mit der Kewog.
Geschäftsführer Bernd Büsching betonte, dass sich sein Unternehmen schon lange diesem Thema verschrieben habe. Und es sei sicherlich ein Verdienst der Grünen, dass energiepolitische Themen heute so aktuell seien. Kurz stellte Büsching den Gästen, unter ihnen auch MdB Maria Scharfenberg und zahlreiche Kandidaten für Land- und Bezirkstag, sein Unternehmen mit elf Töchtern vor, die auch überregional tätig sind. Bei zukünftigen Arbeiten spiele das Thema Energie nicht nur bei einzelnen Projekte eine Rolle, sondern für ganze Gemeinden. "Wir sind da ganz gut aufgestellt."
Ausführlich schilderte Diplom-Ingenieurin Diana Hehenberger, Geschäftsführerin der Kewog Energie und Dienste, ihren Geschäftszweig. Sie betonte, dass nur regenerative Energien zum Einsatz kämen. Je energieeffizienter ein Gebäude errichtet werde, desto weniger Betriebskosten warteten in die Zukunft auf den Besitzer. Schon mit einer einfachen neuer Wärmeschutzverglasung ließen sich die Heizkosten um rund 20 Prozent senken.
Von (jr) |
06.09.2008
| Netzcode: 1524210
Tirschenreuth
Jobmotor für die Region
Spitzenkandidat Sepp Daxenberger: "Grüne Politik tut auch der Wirtschaft gut"
Detailliert berichtete sie den Gästen über das Energie-Contracting, das in zwei Sparten, Wärmeliefer-Contracting und Einspar-Contracting, gegliedert ist. Ein Thema war auch die Refinanzierung. Hehenberger erinnerte an verschiedene Projekte in der Region, wobei sie das Schulzentrum Marktredwitz hervorhob und eine Energieeinsparung von rund 25 Prozent errechnete.
Konrad Schedl, Kreisvorsitzender der Grünen, brachte die Windkraft ins Gespräch. "Wir könnten 100 Prozent der Stromerzeugung für den Landkreis abdecken." Etwa zwei Dutzend Windkrafträder wären notwendig. Er bedauerte, "dass viele Kommunen diesen Weg nicht mitgehen wollen". Viel Überzeugungsarbeit sei hier noch nötig.
Als Alternativen brachte er schwimmende Windkraftanlagen im Meer ins Gespräch. "Alle wollen Strom und Energie haben, aber bitte nicht vor unserer Haustüre. Da könnte dies eine Alternative sein." Gleichwohl seien die Zuwachsraten an Windkraftanlagen weltweit enorm.
Über wirtschaftliche Blockheizkraftwerke referierte Robert Völkl vom Tirschenreuther Unternehmen Völkl-Motorentechnik. Diese dienen zur dezentralen Strom-, Wärme-, Kälte- und Dampfgewinnung. Die höchste Effektivität lasse sich mit einem Blockheizkraftwerk erreichen, das mit regionalen Treibstoffen betrieben wird. "Ein effizienter und nachhaltiger Umgang mit Energieressourcen ist von hohem gesellschaftlichen Wert und eine der größten Herausforderungen unserer Zeit."
Von (jr) |
06.09.2008
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Jobmotor für die Region
Spitzenkandidat Sepp Daxenberger: "Grüne Politik tut auch der Wirtschaft gut"
Sepp Daxenberger zeigte sich begeistert über das Know-how der Region. Die Gesellschaft habe mittlerweile begriffen, "dass wir weg müssen von fossilen Brennstoffen". Klima- und Umweltschutz seiend auch wirtschaftlich vertretbar, ja bedeute sogar neue Arbeitsplätze.
Einen Wunsch hatte Daxenberger noch, dass öffentliche Gebäude als Vorbilder dienen sollen und baldmöglichst auf Heizen und Strom mit erneuerbaren Energien umsteigen. Die erneuerbaren Energie bezeichnete er als Jobmotor für ganze Regionen. "Grüne Politik ist in der Praxis machbar und umsetzbar."
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