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Von (ath)  |  06.09.2008  | Netzcode: 1524232
Amberg

Mysteriöser Fund aus eisigen Klauen

Sulztalgletscher gibt nach über 50 Jahren Bergsteiger-Ausrüstung frei - Bisher keine Leiche(n)

Herbert Schöpf, der Wirt der Amberger Hütte in den Stubaier Alpen, fühlt sich ein bisschen an 1991 erinnert. Auch damals barg er zusammen mit dem Bergrettungsobmann und Polizeiinspektor von Lengenfeld zwei Leichen, die der Sulztalgletscher erst nach über 55 Jahren aus seinen eisigen Klauen freigegeben hatte. Jetzt gibt es wieder einen mysteriösen Fund nahe der Amberger Hütte.

Keine Leiche(n) bisher, aber mehrere Ausrüstungsgegenstände eines Bergwanderers, die ebenfalls mindestens 50 Jahre lang im selben Gletscher verborgen lagen. Erst jetzt hat sie der Eishang am 3361 Meter hohen Berg Wilde Leck "ausgespuckt", nachdem auch dieser Gletscher durch den Klimawandel immer mehr zurückgeht und einst zugefrorene Flächen wieder sichtbar werden.

An so einer Stelle hat eine Gruppe Extrembergsteiger aus Penzberg vergangene Woche eine seltsame Entdeckung gemacht: Die drei Männer und eine Frau fanden einen völlig zerfetzten und vermoderten Stoffrucksack, eine Lawinenschaufel, ein Seil, zwei Dosen Skiwachs und zwei Skistöcke. Letztere Gegenstände waren noch so gut erhalten, dass sie die Gruppe, die auf der Amberger Hütte übernachtete, mit zurück ins Tal nahm. Dort erregten die Vier mit ihrem Fund und ihrer Erzählung die Aufmerksamkeit von Hans Schöppl und seinen drei Begleitern aus Amberg.

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