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Von (am)  |  06.09.2008  | Netzcode: 1524262
Schmidgaden

Chef in einer aufstrebenden Gemeinde

Der neue Bürgermeister will die Schule sichern, Betriebe ansiedeln und über 3000 Einwohner kommen

Schmidgaden. (am) "Es macht mir Spaß", bereut es Rudolf Birner mit keiner Silbe, dass er sich nach langem Zögern dazu entschied, im März für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Nachdem er seinen Vorgänger Johann Prifling bezwungen hatte, steht der 60-Jährige nun seit Mai an der Spitze der Gemeinde. Seine Hauptsorge gilt im Moment dem Erhalt der Hauptschule.

Von den Schülerzahlen her wäre die einzügige Fortführung der Schule zumindest bis zum Jahr 2014 gesichert, wenngleich ab dem kommenden Herbst ein ganzes Stockwerk leer stehen wird im Schulgebäude. Doch was kommt dann? "Der Staat muss die Gemeinden stärker beim Erhalt ihrer Schulen unterstützen", fordert Birner. Denn für ihn steht fest: Die ländliche Bevölkerung braucht ihre Schule vor Ort. Nur so kann die Einwohner-Abwanderung vom Land in die Großstadt verhindert werden. Wenn sich junge Leute für einen Bauplatz interessieren, tauche immer als Allererstes die Frage auf: Wie steht's mit der Schule? Verkehrsnetz und Infrastruktur - Einkaufsmöglichkeiten und ärztliche Versorgung - spielen dabei ebenfalls bedeutende Rollen. "Da stehen wir gut da", betont Birner, dass sich die 2900-Einwohner-Gemeinde gerüstet sieht und über gute Entwicklungsmöglichkeiten verfügt.

Chancen durch die A 6



Dazu trägt freilich ganz maßgeblich die Autobahn bei, die in der kommenden Woche eröffnet wird. Direkt am A 6-Zubringer erschließt die Gemeinde ein neues Industrie- und Gewerbegebiet, zusammen elf Hektar groß. Einen ersten ernsthaften Interessenten gibt es auch schon: Ein Hersteller von Ladentheken trägt sich mit dem Gedanken, einen neuen Betrieb mit etwa 40 Arbeitsplätzen sowie eine Tankstelle mit Shop zu bauen. Da gilt es für den Bürgermeister jetzt, am Ball zu bleiben. In Schmidgaden hätte die Gemeinde auch in einem weiteren Gewerbegebiet noch Flächen anzubieten.

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