Schmidmühlener und Hohenburger wollen siebte Klasse in Schmidmühlen - Brief an Schulamt
Schmidmühlen. (bö) Mit aller Macht wehren sich die Schmidmühlener gegen die Umgliederung der siebten Klasse der Erasmus-Grasser-Volksschule nach Ensdorf. In einem Brief an das Staatliche Schulamt Amberg verweigert der Markt hierzu ausdrücklich seine Zustimmung. Darüber waren sich die Marktgemeinderäte bei ihrer Sondersitzung einig. Wie berichtet, fehlt nur ein Schüler für die Klassenstärke von 15 Kindern.
Ob man dieses Damoklesschwert abwehren kann, steht derzeit noch in den Sternen. Keine neuen Erkenntnisse in der Sache brachte die auf Antrag der SPD-Fraktion und der Freien Wähler beantragte Sondersitzung des Marktgemeinderates in Sachen Klassenverlegung.
Zustimmung verweigert
In einem Brief an das Staatliche Schulamt Amberg verweigert der Markt Schmidmühlen seine Zustimmung. Denn nach Artikel 43, Absatz 2 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen gibt dieser dem Schulamt bei seiner Entscheidung ein Ermessen. Gerade um dieses Ermessen geht es sowohl den Bürgerinnen und Bürgern in Schmidmühlen, als auch in Hohenburg, damit die gewachsene Klassengemeinschaft nicht gesprengt wird. In dem Gesetzesartikel heißt es: "Das Schulamt kann Schülerinnen und Schüler einer anderen Volksschule zuweisen, wenn sich in einer Jahrgangsstufe der Hauptschule zu wenige Schülerinnen und Schüler für die Bildung einer Klasse befinden, im Benehmen mit den betroffenen Schulaufwandsträgern." Gerade hier sieht Bürgermeister Peter Braun, dass das zuständige Schulamt den Ermessensspielraum habe, die Klasse in Schmidmühlen zu belassen.
Von (bö) |
06.09.2008
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Schmidmühlen
Aufgeben um keinen Preis
Schmidmühlener und Hohenburger wollen siebte Klasse in Schmidmühlen - Brief an Schulamt
Von der Marktgemeinde Schmidmühlen wird das Staatliche Schulamt in Amberg außerdem eindringlichst gebeten, bei seiner Ermessensentscheidung Argumente wie wohnortnahe Hauptschule oder erhöhte Schülerbeförderungskosten zu berücksichtigen und auch zu bedenken, dass die Auslagerung der 7. Klasse aufgrund der Schüler- und Geburtenzahlen nur für dieses eine Schuljahr überhaupt in Frage käme.
Ungeachtet dessen liefen auch gestern wieder in Schmidmühlen die Telefone heiß, um die prekäre Situation zu meistern. Bürgermeister Peter Braun sprach von sehr guter Zusammenarbeit im Schulverband, die man nicht so einfach beiseite stellen sollte.
Aufgeben wollen aber er und Bürgermeisterkollege Gerhard Schärl aus Hohenburg nicht, denn der letzte Strohhalm kann immer noch die Wende der Schulsituation und damit der Verbleib der 7. Klasse in Schmidmühlen bedeuten. Dass die Eltern und auch die Bevölkerung in den beiden Gemeinde hinter den Kindern stehen, konnte man immer wieder erleben.
Von (bö) |
06.09.2008
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Schmidmühlen
Aufgeben um keinen Preis
Schmidmühlener und Hohenburger wollen siebte Klasse in Schmidmühlen - Brief an Schulamt
Deutlich aber war auch zu hören, dass man von "Oben" eine Lösung für Schmidmühlen, Rieden und Ensdorf mit einem Schulstandort Ensdorf favorisiere. Als zweite Hauptschule im südlichen Landkreis werde immer wieder die Verbindung Ursensollen, Kastl, Ammerthal und Hohenburg mit einem Hauptschulstandort Ursensollen genannt.
Auch ohne 15. Schüler
Es war aber auch ein erklärter Wille der Eltern, so war es deutlich bei einem Treffen in Hohenburg hören, dass man sich in beiden Gemeinden für einen Schulstandort Schmidmühlen ausgesprochen hat, auch wenn der 15. Schüler nicht mehr gefunden werden sollte.
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