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Von (mr)  |  08.09.2008  | Netzcode: 1525580
Memmingen

"Das ist ein Rückschlag für uns"

SpVgg Weiden verliert erst Plänitz und dann auch noch das Spitzenspiel in Memmingen mit 0:1

Memmingen. (mr) Erst fingerte Schiedsrichter Völk in Richtung Brusttasche, und griff dann doch in die Gesäßtasche. Gino Lettieri griff sich daraufhin an den Kopf. "Gelb ja, aber das war keine Rote Karte", klagte der Trainer der SpVgg Weiden nach dem Feldverweis für Michael Plänitz. Am Ende ging auch der Griff der Oberpfälzer nach der alleinigen Tabellenführung daneben. Die Oberpfälzer verloren das Spitzenspiel der Bayernliga beim FC Memmingen 0:1 (0:0).

Es gibt im Fußball beileibe keinen günstigen Zeitpunkt für eine Rote Karte. Doch der Feldverweis des Weidener Mittelfeldspielers in Memmingen kam zum absolut ungünstigsten Zeitpunkt: Die Gäste hatten sich gerade die Memminger etwas zurecht gelegt. Über eine Stunde hatten sie sich vorher vergebens bemüht. Fußball wurde mehr gearbeitet, denn gespielt. Doch jetzt schienen sie endlich etwas Struktur gefunden zu haben. "Wir haben nicht das gezeigt, was wir gegen Buchbach gezeigt haben", beschrieb Kapitän Alexander Geiger die Bemühungen. Doch ein Happy End schien greifbar.

Und dann grätscht in der 72. Minute der kurz vorher eingewechselte Plänitz an der Mittellinie Xhelal Miroci um. "Wenn er diese gibt, muss er noch drei, vier Rote Karten geben", schimpfte Lettieri weiter. Die Weidener waren kurzzeitig unsortiert. Candy Decker, der Goalgetter der Allgäuer, nutzte dies per Kopf zum 1:0-Siegtreffer (77.). "Rot war der Knackpunkt im Spiel", meinte Geiger.

Die Weidener vermissten an diesem Samstag einen eiskalten Vollstrecker wie Decker. "Gegen so eine brutale Defensive ist es schwer zu spielen", sagte Coach Lettieri. "Da kriegst du nicht sieben, acht Chancen, da kriegst du nur drei oder vier und eine musst du halt machen." Machten sie aber nicht. Auch weil sie Pech hatten, als der Kopfball von Tobias Zott vom Pfosten wieder ins Feld zurücksprang oder Alexander Geiger in letzter Minute den Ball, allein vorm Tor, über den Scheitel gleiten ließ. Nach einem Solo hatte der Ex-Burghausener in der ersten Hälfte eine weitere gute Chance eingeleitet. Lettieri griff sich beim Abschluss noch einmal an den Kopf. "Den muss er den Bock genau in den Fuß spielen." Der Ball kam nicht perfekt, Bock verstolperte. Florian Schürenberg - der Keeper stand erstmals im SpVgg-Tor - hatte aber auch das große Manko vor 1620 Zuschauern ausgemacht: "Wir hatten zu wenig Chancen."

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