Erfolgreiche SPD-Bürgermeister im Gespräch mit den Kandidaten für Landtag und Bezirkstag
Tirschenreuth. (heb) "Erfolgreiche SPD-Bürgermeister im Gespräch", erlebte ein interessiertes Publikum im Gasthof Gleißner. Mit den SPD-Kandidaten für den Landtag und Bezirkstag diskutierten die Mandatsträger Probleme und Lösungsmöglichkeiten.
Ursprünglich im Nebenzimmer geplant, zeichnete sich schnell ab, dass man wohl ins Gastzimmer umzihen müsse. Außer an der Lokalität änderte sich auch Teilnehmerliste, weil der Weidner Oberbürgermeister Kurt Seggewiss kurzfristig wegen dringender Termine absagen musste. Dafür sprang Altbürgermeister Franz Finkaus Tirschenreuth ein.
SPD-Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf, Moderatorin des Abends, verband ihren Dank für seine Zusage gleich mit der charmanten Ankündigung, mit Franz Fink "das Beste, was wir kriegen konnten" gefunden zu haben. Mit auf dem Podium SPD-Landtagskandidat Alfred Schuster, Bürgermeister Peter Merkl aus Immenreuth und Udo Greim, 2. Bürgermeister aus Grafenwöhr.
Finanzierung ein Thema
Kommunalpolitische Interessen mit Sicht auf die Landesregierung, Vorgaben, die von München gemacht und von den Gemeinden umgesetzt werden sollen und sich daraus ergebende Projekte, die von den Gemeinden vorfinanziert werden müssen, machten einen Teil der Gesprächsthemen aus. Zur Sprache kamen auch Kindergarten- und Schulpolitik oder die Umsetzung der neu eingeführten Jugendsozialhilfe an Schulen.
Von (heb) |
08.09.2008
| Netzcode: 1525620
Tirschenreuth
Davon profitiert die Stadt heute noch
Erfolgreiche SPD-Bürgermeister im Gespräch mit den Kandidaten für Landtag und Bezirkstag
Fragen aus dem Publikum wurden nach der Gesprächsrunde ausführlich beantwortet. Komplizierte Ausschreibungen für Bauprojekte beklagten nicht nur Udo Greim und Peter Merkl. Kleinere Betriebe hätten bei Großprojekten kaum eine Chance, einen Auftrag zu bekommen. Das Beispiel "Netzaberg", so Udo Greim, habe dies wieder deutlich gezeigt. Alfred Schuster bestätigte dies und merkte an, dass ohne diese Ausschreibungen andererseits Fördermittel nicht zu bekommen wären.
Kleinere Betriebe kämen höchstens bei Unterhaltsmaßnahmen zum Zuge. Zur Schulpolitik malte Udo Greim ein erschütterndes Szenario kleiner Fahrschüler, die wegen der langen Fahrzeiten ungleich mehr Zeit für Schule und Fahrt aufwenden müssten, als Schüler vor Ort. Dies sei ganz klar verfehlte Politik. In Grafenwöhr hätte das "Soziale Stadt-Programm" geholfen, diese Problematik zu entschärfen.
Peter Merkl verwies auf die schwierige Situation kleiner Gemeinden. Immenreuth müsse etwa ein beheiztes Freibad, einen Skilift und einen Campingplatz erhalten. Auch die Grundschule müsse aus dem Gemeindesäckel unterhalten werden. Der Kindergarten werde unter katholischer Trägerschaft geführt und könne auf stabile Zahlen verweisen. Für die Zukunft sei schon eine gewisse Kreativität gefragt.
Von (heb) |
08.09.2008
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Tirschenreuth
Davon profitiert die Stadt heute noch
Erfolgreiche SPD-Bürgermeister im Gespräch mit den Kandidaten für Landtag und Bezirkstag
Altbürgermeister Franz Fink blickte auf seine zwölfjährige Amtszeit zurück, in der die Stadt 112 Millionen Euro in die verschiedensten Bereiche investiert habe. Besonders die Schulsanierungen und die Erschließung des Industriegebietes auf dem jetzt die Firma Hamm produziere, seien sichtbare Ergebnisse seiner Arbeit. Von den Gewerbesteuereinnahmen des Walzenherstellers profitiere die Stadt noch heute.
Und, darauf legte er besonderen Wert, für diese Projekte habe die Stadt immer die Höchstsätze an Fördermitteln bekommen. Bis zum Ende seiner Amtszeit habe er die Hausaufgaben im Bereich Schulen gemacht und positiv abgeschlossen. Die SPD-Politiker bei der Bundes- und Landesregierung hätten sich immer für seine Projekte engagiert.
Mit Unterstützung von Ludwig Stiegler sei auch ein Weg gefunden worden, die Kolping-Berufshilfe nach Tirschenreuth zu holen. Auch Werner Schieder habe sich kräftig bei der Landesregierung für Tirschenreuth eingesetzt.
Über Fraktionen hinweg
Auf die Frage aus dem Publikum, wie denn die SPD ihre Arbeit gegenüber anderen Fraktionen durchsetzen könne, stellte Fink klar, dass er während seiner Amtszeit immer sehr kollegial und sachlich mit allen Stadtratsmitgliedern zusammen gearbeitet hätte. "Vor allem hatten wir immer ein sehr freundschaftliches Verhältnis zueinander - über alle Fraktionen hinweg", betonte er mit Nachdruck.
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