Seit fast 25 Jahren ist Anni Köppel in Leonberg als Mesnerin tätig - Anfängliche Skepsis
Leonberg. (kro) Ihr Ehemann Reiner war damals recht skeptisch, als Anni Köppel eine Anfrage des damaligen Pfarrer Georg Köferl erhielt. "Lass die Finger davon, es ist ein Männerberuf", meinte Reiner. Das ist nun fast 25 Jahre her: Seit dem 1. Advent des Jahres 1983 ist sie als Mesnerin in der Pfarrei St. Leonhard tätig.
Längst hat sich das Blatt gewendet, Ehemann Reiner unterstützt seine Frau tatkräftig in ihrem Ehrenamt. Immer sonntags, wenn sie den Mesnerdienst versieht, kocht ihr Mann das Mittagessen. Auch Enkel Christian hat sie schon mehrere Male unterstützt. 39 Jahre war Anni Köppel alt, als sie das Angebot von Pfarrer Georg Köferl nach anfänglichem Zögern annahm. "Er musste mich schon dreimal fragen, ehe ich endlich zugesagt habe." Anfangs habe sie nicht viel Ahnung gehabt, was denn eigentlich zu machen sei. "Eigentlich wurde ich ins kalte Wasser geworfen." Doch sie lernte schnell dazu und wusste bald, dass ihre neue Aufgabe nicht nur aus dem Auf- und Zusperren der Pfarrkirche besteht. So kümmert sie sich um die komplette Wäsche und natürlich um den Kerzenschmuck.
Früher täglich eine Messe
Dreimal im Jahr steht eine "Generalreinigung" der schmucken Pfarrkirche - dabei wird sie von weiteren Helferinnen unterstützt. Dazwischen ist die häufig mit dem Staubsauger unterwegs, um Schmutzablagerungen in der Kirche zu beseitigen. "Dazu kommen noch viele kleinere Arbeiten, die man von außen gar nicht so sieht", erklärt sie. "Ich mache es gerne, denn es macht auch Spaß". Früher, zu Pfarrer Köferls Zeiten, sei der Arbeitsaufwand noch größer gewesen. "Täglich fand eine heilige Messe statt, am Sonntag sogar zwei. Und es gab jeden Sonntag noch eine Nachmittagsandacht." Jedes Mal habe sie dabei anwesend sein müssen. Viel Laufarbeit war aber nicht nötig - schließlich steht ihr Wohnhaus in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche.
Von (kro) |
08.09.2008
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Leonberg
"Männerberuf" macht ihr viel Spaß
Seit fast 25 Jahren ist Anni Köppel in Leonberg als Mesnerin tätig - Anfängliche Skepsis
Mit vier Geistlichen hat sie in den 25 Jahren in Leonberg zusammengearbeitet. Bischöflich Geistlicher Rat Georg Köferl war bis 1991 in der Gemeinde tätig, danach übernahm der indische Pfarrer Tuttipara für ein Jahr. Von 1992 bis 2002 wirkte Pfarrer Konrad Amschl in Leonberg. "In dieser Zeit fanden in Leonberg sehr viele Hochzeiten statt. Sie wollten wohl alle einen jungen Pfarrer zur Hochzeit haben", meint Anni Köppel.
Seit 2002 ist BGR Hans Junker Pfarrer in Leonberg, mit dem sie auch sehr gut zusammenarbeite. Heute nimmt sie auch Messen entgegen und teilt diese für bestimmte Tage ein. Ferner verteilt sie christliche Zeitschriften und unterstützt den Pfarrer, "wo es nur geht". Seit 1992 ist sie zusätzlich als Lektorin und Kommunionhelferin aktiv. Und allmonatlich ist sie auch bei den Seniorennachmittagen im Jugendheim mit dabei, wobei es stets einiges zu organisieren gebe.
Bergwandern und Sticken
Trotz ihrer vielen Aufgaben kommen ihre Hobbys nicht zu kurz - etwa das Bergwandern. "Es gibts nichts schöneres, als in den Bergen zu sein." Viel Spaß machen ihr zudem die Gartenarbeit, das Blumenzüchten und die "Hardanger-Stickerei". Aufhören als Mesnerin will sie noch lange nicht, betont sie lächelnd. "Wenn es die Gesundheit erlaubt, werde ich schon noch einige Jahre weitermachen, denn es macht einfach Spaß."
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