- Seite 1
- Seite 2
Bürokratie kostet den letzten Nerv
Eine Leserin, 48 Jahre alt und Ehefrau eines selbstständigen Handwerksmeisters, klagt über Bürokratie und Gängelung:Heuer wissen mein Mann und ich zum ersten Mal nicht, ob wir überhaupt noch zur Landtagswahl gehen sollen, so politikverdrossen sind wir mittlerweile. Sonst haben wir immer treu CSU gewählt. Aber kann man überhaupt noch eine Partei wählen? Jedes Mal, wenn der Wahlkampf läuft, schmieren uns die Politiker Honig ums Maul. Leere Versprechungen, die hinterher ja doch nicht eingehalten werden, frustrieren uns.
Der Mittelstand ist die Melkkuh der Nation. Wir schuften am Tag zwölf Stunden und mehr, wir schaffen Arbeitsplätze. Aber lohnt es sich überhaupt noch? Die Energiekosten steigen ins Unermessliche. Die Steuern und Lohnnebenkosten fressen uns auf. Die Bürokratie kostet uns unseren letzten Nerv. Ganz abgesehen von den ständigen Betriebsprüfungen durch das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft, das Arbeitsamt und Lohnprüfungen, obwohl in unserem Betrieb alles bester Ordnung ist und gewissenhaft jede noch so sinnlose Anforderung erfüllt wird, z.B. die zeitraubenden Asbestanzeigen für jede einzelne Baustelle. Wir sind halt noch zur Ehrlichkeit erzogen worden.
- Seite 1
- Seite 2
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.

versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren
