Nur wenig Verständnis bringt ein Leser für den Beschluss des Kreisausschusses im Bericht "Freibad-Förderung abgelehnt" im "Neuen Tag" vom 20. September auf:
Der Artikel über die Sitzung des Kreisausschusses Tirschenreuth bedarf noch einer weiteren Kommentierung. Die Abstimmungen zum Thema gingen zwei Mal 10:3 aus. Die drei Ja-Stimmen für die von der Gemeinde Immenreuth beantragte Freibadunterstützung kamen jeweils von den Vertretern der SPD. CSU, Freie Wähler und Grüne stimmten jeweils geschlossen dagegen.
Dass sich die aus Kemnath kommenden Kreisräte Prechtl und Baumann sowie auch Landrat Lippert selbst dagegen aussprachen, ist unerklärlich und - regional betrachtet - nicht nachvollziehbar. Die Region muss sich zwangsläufig im Stich gelassen fühlen.
Da kann zum Beispiel die CSU noch 100 Mal unter anderem die Wichtigkeit von Tourismus, Kräftebündelung, Jugendarbeit, Gesundheitsfürsorge und interkommunaler Zusammenarbeit betonen - es ist ihr im Hinblick auf die gerechte Verteilung freiwilliger Leistungen nicht ernsthaft zu glauben.
27.09.2008
| Netzcode: 1550370
Brief an die Redaktion
Es ist natürlich auch eine heikle Angelegenheit, wie regionale Gemeinbedürfnisse in Sachen Gesundheit, Freizeit, Sport und Tourismus unterschiedlich betrachtet und gewertet werden. Nicht nachvollziehbar ist, dass der Landkreis Radwege offensichtlich als wichtiger einstuft (Landkreismittel voraussichtlich bei mehr als 400 000 Euro) als Freibäder (hier voraussichtlich keine Förderung).
Dass das Waldbad in Wiesau, für das Toni Dutz (CSU) bei seinem Einwurf dann auch eine Förderung wollte, im Finanzbedarf und im Hinblick auf die unterschiedliche Finanzkraft vergleichbar sein soll mit einem technischen Freibad, in das an heißen Tagen bis zu 4500 Besucher kommen, ist nicht nachvollziehbar. Sollte Immenreuth einen Zuschuss für die Sanierung bekommen, dann müsste dies natürlich auch unter anderem für Bärnau und Wiesau gelten.
Bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass CSU, Freie Wähler und Grüne im Kreisausschuss die Freibäder nicht auf alle Ewigkeit für "nicht zuschussfähig, da kreisfinanzmäßig nicht leistbar" halten müssen.
27.09.2008
| Netzcode: 1550370
Brief an die Redaktion
Um mit einer Oberpfälzer Redensart zu schließen: Bei der Diskussion um den möglichst umfassenden Erhalt der bisher relativ guten Infrastruktur in den Städten und Gemeinden des Landkreises wird die interessierte Bevölkerung im Ergebnis von mancher Seite halt schlicht und einfach "zum Narrn ghaltn".
Peter Merkl
Bürgermeister und SPD-Kreisrat
95505 Immenreuth
Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
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