Von Wilhelm Amann  |  30.09.2008  | Netzcode: 1552494

Geschafft, was andere nicht schafften

Kommentar von Wilhelm Amann

21,4 Prozentpunkte weniger: Dramatisch erscheint dieser Stimmenverlust, den Alois Seegerer hinnehmen musste. Wer sich seine Mitbewerber ansieht, wird diese Zahl aber schnell relativieren. Denn das Kandidatenfeld war stark: Die SPD bot den Landrat auf, die Freien Wähler eine Zweite Bürgermeisterin und die ÖDP ein Stadtoberhaupt. So hatte Seegerer dann zum Beispiel in Schwandorf, Pfreimd und Wernberg-Köblitz das Nachsehen, teilweise sogar deutlich.

Angesichts dieser harten Konkurrenz mag es verständlich sein, wenn er sich - trotz massiver Einbußen - darüber freut, immer noch klar die Nase vorne zu haben. Und wenn er es auch nicht ausspricht, aber: Freude kommt bei Seegerer nebenbei sicherlich darüber auf, dass es ihm gelungen ist, was vorher Otto Zeitler und Marianne Deml bei drei Landratswahlen nicht schafften: Volker Liedtke einmal auf die Verliererstraße zu bringen. Wobei es aber schon zu bedenken gilt, dass dieser bei der Bezirkswahl geltende Stimmkreiszuschnitt der CSU eher entgegen kommt als die Landkreis-Konstellation.

Diese Erfahrung musste im Umkehrschluss auch Liedtke machen: Ohne Städtedreieck, dafür aber mit fünf Kommunen aus dem Raum Amberg, war der Sozialdemokrat chancenlos.


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