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Von Friedrich Peterhans  |  30.09.2008  | Netzcode: 1552572

Nach derZeitenwende

Kommentar von Friedrich Peterhans

Irgendwie hört sich diese Landtagswahl nach Science Fiction an. Nach Lichtjahren der CSU-Alleinherrschaft müssen die neuen Abgeordneten im Gravitationsfeld eines Fünf-Parteien-Parlaments leben. Die Region stellt mit Annette Karl und Petra Dettenhöfer endlich mal wieder zwei. Das kann nur gut sein.

Doch ob dies den Bürgern zwischen Eslarn und Kirchenthumbach mehr Gewicht in München verschafft, darf bei den neuen Mehrheitsverhältnissen bezweifelt werden. Dettenhöfer steigt in Georg Stahls große Schuhe, mit denen er manch abweisende Ministeriumstür aufgestoßen hat. Ob die Thurndorferin die gleiche Hartnäckigkeit an den Tag legen kann, muss sie erst beweisen. Das Maximilianeum ist eine viel unwirtlichere Galaxie als der Bezirkstag.

Im Wirtschaftsministerium könnte künftig ein FDP-Technokrat die Hebel bedienen statt der freundlich gesonnenen Emilia Müller. Durch taktische Fehler haben sie und ihr Amt sich höchstwahrscheinlich entmaterialisiert. Ihr Nachfolger dürfte kaum ein Oberpfälzer werden.

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