• Seite 1
  • Seite 2
Von Hans Klemm  |  02.10.2008  | Netzcode: 1555134

Horst Seehofer muss sich einen ersten Fehler ankreiden lassen

Kommentar von Hans Klemm

Die Bilder aus der Krisensitzung der CSU im Maximilianeum sprachen für sich: Mitten unter den Abgeordneten Edmund Stoiber. Eigentlich hätte er dort nichts verloren, der "Ehrenspielführer". Er gestikulierte und redete allerdings wie zu besten Zeiten, er gab eher den Mannschaftskapitän, nicht den Gast auf der Tribüne.

Auffällig ist nicht nur die Rückkehr des geschassten Stoiber in diesen turbulenten CSU-Tagen. Beeindruckend auch, wie die machtbewussten Oberbayern wieder das Ruder an sich reißen. Erst den hölzernen Niederbayern Erwin Huber abgesägt, nun auch den Franken und Lutheraner Günther Beckstein ins politische Exil geschickt. Die Oberbayern als die Ober-Bayern.

Horst Seehofer zählt als Ingolstädter gerade noch zu dieser Spezies, ihm unterlief allerdings ein erster strategischer Fehler. Der nächste CSU-Parteichef zögerte, auch das Amt des Ministerpräsidenten für sich zu beanspruchen. Die Fraktion diese Schlüsselposition ausmauscheln zu lassen zwischen Herrmann, Schmid und Goppel, war politisch dumm. Wenn die Christsozialen sich vom Niederschlag des Wahlsonntags zügig erholen wollen, darf es kein zähes Machtgerangel geben.

  • Seite 1
  • Seite 2
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.

Er hat nicht verstanden

Kommentar von Jürgen Kandziora

Wir wollen diesen Abend nicht überbewerten. Aber: Nur 40 Besucher bei der CSU-Veranstaltung am Dienstag in Vilseck und die an diesem Abend erkennbare Unzufriedenheit der Basis mit der großen mehr...

Juristische Spitzfindigkeiten behindern die Piraten-Jagd

Kommentar von Hans Klemm

Das aktuell risikoloseste und ertragreichste Geschäftsmodell haben sich die somalischen Piraten ausgedacht. Ein paar Schnellboote, Maschinengewehre und Panzerfäuste genügen als Grundausstattung, um mehr...

Eishallen-Drama: Im Zweifel für die Angeklagten

Kommentar von Ralph Storch

Fast wäre der Prozess um den Einsturz der Bad Reichenhaller Eishalle für die Ankläger ausgegangen wie das sprichwörtliche Hornberger Schießen - ohne Ergebnis und Schuldspruch, ähnlich wie bei der mehr...
Zum Artikel: Eishallen-Drama: Im Zweifel für die Angeklagten

Eishallen-Drama: Im Zweifel für die Angeklagten

Kommentar von Ralph Storch

Fast wäre der Prozess um den Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall ausgegangen wie das sprichwörtliche Hornberger Schießen - ohne Ergebnis im Sinne der Anklage, und damit ähnlich wie jener der Katastrophe von Kaprun. Gerade noch zu einer Bewährungsstrafe für den Statiker reichte es. Und selbst die dürfte umstritten sein. Das Gericht räumte dem "Im Zweifel für den Angeklagten" höchste Priorität ein. mehr...