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Horst Seehofer muss sich einen ersten Fehler ankreiden lassen
Kommentar von Hans Klemm
Die Bilder aus der Krisensitzung der CSU im Maximilianeum sprachen für sich: Mitten unter den Abgeordneten Edmund Stoiber. Eigentlich hätte er dort nichts verloren, der "Ehrenspielführer". Er gestikulierte und redete allerdings wie zu besten Zeiten, er gab eher den Mannschaftskapitän, nicht den Gast auf der Tribüne.Auffällig ist nicht nur die Rückkehr des geschassten Stoiber in diesen turbulenten CSU-Tagen. Beeindruckend auch, wie die machtbewussten Oberbayern wieder das Ruder an sich reißen. Erst den hölzernen Niederbayern Erwin Huber abgesägt, nun auch den Franken und Lutheraner Günther Beckstein ins politische Exil geschickt. Die Oberbayern als die Ober-Bayern.
Horst Seehofer zählt als Ingolstädter gerade noch zu dieser Spezies, ihm unterlief allerdings ein erster strategischer Fehler. Der nächste CSU-Parteichef zögerte, auch das Amt des Ministerpräsidenten für sich zu beanspruchen. Die Fraktion diese Schlüsselposition ausmauscheln zu lassen zwischen Herrmann, Schmid und Goppel, war politisch dumm. Wenn die Christsozialen sich vom Niederschlag des Wahlsonntags zügig erholen wollen, darf es kein zähes Machtgerangel geben.
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