Bezirk baut Depot beim Oberpfälzer Freilandmuseum - Neues Gebäude für 2,8 Millionen Euro
Nabburg. (am) Für 2,8 Millionen Euro errichtet der Bezirk Oberpfalz am Rande des Freilandmuseums in Neusath ein Depotgebäude. Die Pläne macht der Amberger Architekt Georg Zunner. Er stellte sie am Dienstagabend dem Stadtrat vor.
Zur Sitzung war auch Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer ins Rathaus gekommen. Sie verdeutlichte das bestehende Problem: Für über 30 000 Exponate hat der Bezirk einen Hof in Neusath und eine Halle in Nabburg angemietet, zudem verteilt er viele gesammelte Stücke noch auf ein sogenanntes Walddepot und einzelne Häuser im Museum. Zur Platznot kommt dazu, dass die Sammlungen schädlichen Klimaschwankungen ausgesetzt sind und zum Teil nicht sachgemäß gegen Schimmelbefall behandelt werden können.
Nun biete sich eine große Chance, alle Probleme zu lösen: Der Bezirk könne mit Unterstützung der EU, die etwa 1,2 Millionen Euro beisteuert, ein eigenes Depotgebäude errichten. Um in den Genuss dieser Förderung zu kommen, muss das neue Bauwerk aber auch repräsentativen Charakter erhalten und Besuchern zugänglich sein. Deshalb soll es einen Ausstellungsraum und Werkstätten beinhalten, in denen Restaurationsarbeiten vorgeführt werden können.
Aus betriebswirtschaftlichen Gründen wäre es laut Dr. Angerer am sinnvollsten, den Neubau gleich neben der Museumseingangsgruppe zu platzieren. Dort sei die Erschließung günstig, könne die besucherfreundlichste Wirkung erzielt werden.
Von (am) |
09.10.2008
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Nabburg
Alle Exponate unter ein großes Dach
Bezirk baut Depot beim Oberpfälzer Freilandmuseum - Neues Gebäude für 2,8 Millionen Euro
Der Amberger Architekt Georg Zunner (Planungsgruppe MDP) erläuterte den Stadträten seine mit dem Bezirk abgestimmte Planung. Das neue Gebäude kommt demnach auf ein bisher freies, 3000 Quadratmeter großes Gelände, das im rechten Winkel an das Ausstellungsgebäude anknüpft und über eine dazwischen verlaufende Handwerkerstraße erschlossen wird. Das Depot selber werde an den Hang in den Ausmaßen von etwa 35 mal 60 Metern gebaut. Es diene der Dokumentation, Erfassung, Begasung und Lagerung von Exponaten, schließe zusätzlich eine Schreinerei und eine Schlosserei sowie einen Ausstellungsraum mit weitreichendem Blick auf das Depotinnere ein.
Architektonisches Gespür
Als Herausforderung bezeichnete es Zunner, das Gebäude so zu erstellen, dass es zu Landschaft und Museum passt. "Es soll ja kein negativer Blickfang werden", betonte er und gab zu verstehen, dass es vor allem schwer gefallen sei, eine verträgliche Dachform zu finden. Schließlich plante man, das Dach mit einer maximalen Neigung von acht Grad zu untergliedern, terrassenförmig anzulegen und zu begrünen, außerdem das umliegende Gelände zu modellieren und Bepflanzungen vorzusehen, damit der Komplex mit seiner dunklen Holzfassade nicht frei und isoliert da steht. Nach einer ausführlichen Diskussion (weiterer Artikel auf Seite 18) erklärte sich der Stadtrat mit dem Entwurf einverstanden. Er will nun die notwendige Bebauungsplanänderung in die Wege leiten.
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