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Amberg
Am Anfang war ein Heimatfilm
Christa und Josef Lang seit 60 Jahren verheiratet - Vielen Ambergern vom Brautleutetag bekannt
Amberg. (gfr) In den Kriegswirren haben sich Christa und Josef Lang bei einer Geburtstagsfeier kennen gelernt. Josef Lang war für einen befreundeten Leutnant eingesprungen, der an diesem Tag kurzfristig verhindert war. Am Abend sah Josef Lang sich mit seiner neuen Bekanntschaft noch einen Heimatfilm an und ab diesem Zeitpunkt war es um die beiden geschehen - am Dienstag konnten sie Diamantene Hochzeit feiern.
1948 geheiratet
Christa Lang wurde 1924 in Mannheim geboren, wurde nach dem Abitur dienstverpflichtet und kehrte nach Kriegsende wieder nach Mannheim zurück, wo sie dann am 7. Oktober 1948 Josef Lang heiratete, der nach Kriegsende die Lehrerbildungsanstalt Amberg besuchte, um Volksschullehrer zu werden. In Holzhammer und Thanheim unterrichtete Josef Lang, bis er zufällig beim Friseur seinen Schulrat traf, der ihm anbot, an die neu errichtete Dreifaltigkeitsschule in Amberg zu wechseln.
Josef Lang bildete sich schließlich zum Sonderschullehrer fort, unterrichtete an der Willmannschule in Amberg, bis er den Posten eines Oberlehrers, später des Rektor in der Justizvollzugsanstalt annehmen konnte. Josef Lang organisierte den Lehrbetrieb in der JVA, leitete Fortbildungsseminare und war Mentor im Wohngruppenvollzug und Lehrer für Vollzugspsychologie. Für die Inhaftierten organisierte Josef Lang ein Freizeitprogramm, betreute die Gefangenenbücherei und die Rundfunkanlage in der JVA. Viele Amberger kennen Josef Lang aus den vor Jahrzehnten obligatorischen Brautleutetagen, aus Eheseminaren und der Katholischen Erwachsenenbildung. Auf etwa 15000 schätzt Josef Lang die Heiratswilligen, die in mehr als drei Jahrzehnten von ihm die Bescheinigung für den Besuch der Brautleutetage erhalten haben.
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