Wirbenzer feiern zum ersten Mal vier Tage Kirchweih im Zelt - Gstanzl gehören zur Tradition
Wirbenz. (whü) Wer wagt, gewinnt. Zum ersten Mal hatten die 16 Kirwaburschen- und -mädchen eine viertägige Zeltkirchweih organisiert. Mit dem Musikprogramm trafen die Ausrichter um Benjamin Dollhopf und Thomas Schindler einmal mehr den Geschmack des Publikums.
Nachdem sie an der B 22 ihre Kirchweih ausgegraben hatten, war am Donnerstag Rockparty angesagt. Die Gruppe "Audio Gun" entpuppte sich als Zugpferd und bescherte ein volles Zelt. Am Freitag kamen die Gäste zwar erst gegen 23 Uhr, umso kräftiger rockten sie dann aber mit DJ "Schredl" bis in den Morgen. Beim stimmungsgeladenen Kirwa-Tanz mit dem Trio "Original Oberpfälzer Buam-Express" aus Tirschenreuth kam auch die ältere Generation auf ihre Kosten. Höhepunkte waren schließlich der Umzug und das Aufspielen am Sonntag. Angeführt von Uwe Schott, der die Kirchweihstandarte mit dem Kirwataichl kräftig schwang, gingen die Kirwaleute zum Kirchplatz.
Nur Pause an der Kirche
Da der Vorplatz aber zugeparkt war, verzichteten die Mädchen und Buben auf den traditionellen Auftritt vor dem Kirchenportal und machten dort lediglich eine Rast. Allerdings wurden sie nicht müde, hinzuweisen, dass eine Kirche ohne Jesus eine Moschee sei. In Begleitung des Nemersdorfer Akkordeon-Spielers Hermann Bozl wurde schließlich von Benjamin Dollhopf und Thomas Schindler im Festzelt das Dorfgeschehen in Gstanzlform auf die Schippe genommen.
Von (whü) |
09.10.2008
| Netzcode: 1563276
Wirbenz
Dorfbewohner bekommen ihr Fett weg
Wirbenzer feiern zum ersten Mal vier Tage Kirchweih im Zelt - Gstanzl gehören zur Tradition
"Die Leute im Dorf zerreißen sich über alles und jeden das Maul, da kommt so manche Geschichte raus, die is ganz schön faul", war da zu hören." Über in den Pfarrgarten gelaufene Schweine, einen sportlichen Pfarrer, von Schwarzschlachterei und vom verschwundenen fahrbaren Untersatz wurde gesungen. Die Lacher auf seiner Seite hatte einmal mehr Daniel Dollhopf. Der 20-Jährige imitierte beim Umzug und beim Gstanzlsingen nicht nur Eselsschreie, sondern erstmals auch Laute eines Delphins. Drei Jahre habe er dafür trainiert, wie er selbst sagte.
Ohne "Oldies" geht's nicht
Zur Überraschung des Nachmittags avancierten aber auch die "Wirbenzer Kirwa-Oldies". Als die Kirwaburschen- und -madla nichtsahnend ausziehen wollten, betraten sie in ihren gelben T-Shirts die Bühne. Ohne die Helfer der älteren Generation wäre das Fest wohl nicht zu schultern gewesen. Auch sie hatten einige Gstanzln an die Adresse der Burschen und Madla mitgebracht. So mokierten sie sich, dass Mädchen keine Schürzen, die Burschen aber lange "Zudl" trügen, die Liebschaften von kurzer Dauer seien und den Kirwachefs zu wenig Gehör geschenkt werde. Letztendlich zeigten sie sich aber mächtig stolz auf "ihre Jungen".
Den Schlussakkord setzte schließlich am Montag das Kirchweiheingraben.
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