Von (es)  |  09.10.2008  | Netzcode: 1564373
Tännesberg

Ringelnattern im Kompost

Bund Naturschutz siedelt Schlangennest um

Die südexponierte Waldrandlage und ein
Die südexponierte Waldrandlage und ein bevorzugtes Nahrungsangebot in den Gärten am "Goßbühl" in Tännesberg sind trotz Bebauung noch immer ein attraktiver Lebensraum für Eidechsen, Blindschleichen, vor allem für Ringelnattern und die selten gewordene Schlingnatter. Gartenteiche mit Froschbesatz und Komposthaufen zur Eiablage ziehen die Ringelnattern besonders an. Bei Umsiedlungen hilft die BN-Ortsgruppe Tännesberg gerne mit. Bild: es
Da will ein Gartenbesitzer am "Goßbühl" seinen Kompost entsorgen und stößt auf mehrere erst frisch geschlüpfte Ringelnattern. Im ersten Moment erschrickt der Mann, doch dann stellt sich die Frage nach geeigneten Maßnahmen. Ein Anruf beim Bund Naturschutz genügte.

Eigentlich recht problemlos gestaltetet sich die Umsiedlung von zirka 150 Eiern und einigen bereits geschlüpften Ringelnattern von einem Komposthaufen ins obere Kainzbachtal. In einem dort im Vorjahr angelegten Grashaufen mit einer Artstruktur, die ähnlich wie ein Komposthaufen Temperaturen zum Ausbrüten von Eiern entwickelt, fanden die Tiere ein neues Domizil. Eine junge Kreuzotter erwartete bereits ihre neuen Mitbewohner. Weil sie nicht den Gefahren eines Straßenverkehrs ausgesetzt sind und vor streunenden Katzen keine Angst haben brauchen, ist die neue Bleibe geradezu ideal.


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