Alle Stadtratsfraktionen sprechen sich für Nutzung des leerstehenden "Rasp-Haus" aus
Mitterteich. (jr) Einig wie selten präsentierte sich der Stadtrat in der letzten Sitzung. Die Planungen für das Mehrgenerationenhaus in der Altstadt - im Gespräch ist das "Rasp-Haus" - wurden gemeinsam vorangetrieben. Nach ersten Schätzungen sollen die Baukosten rund 1,75 Millionen Euro betragen. Die Finanzierung ist jedoch noch nicht völlig geklärt.
Bürgermeister Roland Grillmeier erklärte, dass das Kellnerhaus, in dem bisher eine derartige Einrichtung untergebracht ist, keinen idealen Standort darstellt. Es fehlten Räumlichkeiten und auch der barrierefreie Zugang sei nicht gegeben. Das "Rasp-Haus" soll dieses Angebot ergänzen.
Ein guter Nebeneffekt wäre, dass Räume in einem leerstehenden Haus mit Leben erfüllt würden. "Wir schlagen dabei gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir können ein markantes Gebäude auf dem Kirchplatz sanieren und haben eine weitere soziale Einrichtung am Ort", beschreibt der Bürgermeister die Vorteile. Grillmeier verspricht sich auch einen Impuls für die Innenstadt. Außerdem zeigte er sich sicher, dass diese Einrichtung den Sozialstandort Mitterteich bereichern werde. "Die Vorteile überwiegen die hohen Kosten. Die Stadt will sich dieses Projekt leisten", so Grillmeier.
Hohe Zuschüsse möglich
Architekt Karl-Heinz Beer erläuterte den Stadträten die notwendigen Sanierungsmaßnahmen. Auch auf die Fördermöglichkeiten für das seit Jahren leerstehende Gebäude ging Beer ein. "Wenn es optimal läuft, ist eine Förderung in Höhe von 60 bis 70 Prozent der Baukosten möglich". Nach der Sanierung stehen insgesamt rund 700 Quadratmeter als Nutzfläche zur Verfügung.
Von (jr) |
10.10.2008
| Netzcode: 1564501
Mitterteich
Einig über Mehrgenerationenhaus
Alle Stadtratsfraktionen sprechen sich für Nutzung des leerstehenden "Rasp-Haus" aus
Lernstube zu vermieten
Beer erläuterte auch ein mögliches Nutzungskonzept. Im Erdgeschoss können die Kindertagespflege sowie Gruppenräume untergebracht werden. Im ersten Obergeschoss seien Räume für eine Lernstube geplant. Die Lernstube soll demnach von privaten Bildungsträgern gemietet werden, so dass Mieteinnahmen erzielt werden können. Im Dachgeschoss könne ein Mehrzweckraum für die öffentliche Nutzung eingerichtet werden. Der Plan sieht einen barrierefreien Zugang vor. Die Baukosten bezifferte Beer auf rund 1,75 Millionen Euro, wobei dies nur eine erste vorsichtige Schätzung sei. Als Projektentwickler soll laut Bürgermeister Grillmeier die KEWOG eingeschaltet werden. Sie wird die Planungen auf die Wirtschaftlichkeit überprüfen.
Chance für die Stadt
CSU-Fraktionssprecher Josef Schwägerl nannte die Sanierung eine Chance für die Stadt, durch sie könne der Stadtkern neu belebt werden. "Wir müssen Geld in die Hand nehmen, und wir können es uns auch leisten", sagte Schwägerl und sicherte die Unterstützung seiner Fraktion zu. "Grundsätzlich sehen wir dieses Projekt positiv", erklärte auch der Sprecher der SPD-Fraktion Johann Brandl. Brandl verspricht sich vor allem eine Aufwertung des Kirchplatzes, wenn dort baulich etwas getan wird. Allerdings riet er auch, nicht blauäugig zu sein, was die Höhe der Kosten anbelangt.
Von (jr) |
10.10.2008
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Mitterteich
Einig über Mehrgenerationenhaus
Alle Stadtratsfraktionen sprechen sich für Nutzung des leerstehenden "Rasp-Haus" aus
Brandl empfahl, beim Ausbau auf Qualität zu setzen, diese dürfe nicht unter der Kostenfrage leiden. Auch Ernst Bayer von den Freien Wählern erklärte sich mit den Plänen einverstanden: "Für das Mehrgenerationenhaus muss etwas getan werden".
Brandl hegte allerdings Zweifel, ob genug Ehrenamtliche für die Arbeit gefunden werden. Bürgermeister Grillmeier freute die Unterstützung der Fraktionen. Jetzt sollen die nächsten Schritte eingeleitet werden. Eine genaue Kostenberechnung und erste Zuschussanträge stehen an.
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