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Von (sir)  |  10.10.2008  | Netzcode: 1564613
Nittenau

Die Krankheit erträglich machen

Morbus Parkinson Thema beim Infotag im Reha-Zentrum - Tiefe Hirnstimulation

Nittenau. (sir) Nach wie vor ist Morbus Parkinson eine unheilbare Krankheit mit vielfältigen Beeinträchtigungen im Alltag. Beim achten Oberpfälzer Parkinson-Informationstag im Reha-Zentrum Nittenau wurde über Neuerungen zur Behandlung informiert.

Professor Dr. Thomas Henze, ärztlicher Direktor am Reha-Zentrum, hieß die zahlreichen Zuhörer in der Caféteria willkommen. Das Therapiekonzept bei Parkinson umfasse eine medikamentöse Behandlung, Physiotherapie sowie eine psycho-soziale Betreuung. Hinzu komme die tiefe Hirnstimulation.

Zwei kleine Bohrlöcher



Darüber referierte Dr. Jürgen Schlaier, tätig an der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universität Regensburg. Bei dieser neuen Behandlungsform werden über zwei kleine Bohrlöcher Elektroden in eine bestimmte Hirnregion gebracht, ohne Schäden zu verursachen.

Welche Patienten profitieren von dieser Operation? Geeignet sei das Verfahren für Menschen, die etwa acht bis zehn Jahre lang unter Parkinson litten, bei denen eine medikamentöse Behandlung starke Wirkungsschwankungen mit sich bringe. Bei schwerer Beeinträchtigung könne im Alltag heftiger Tremor, ausgeprägte Unbeweglichkeit und eine deutliche Gehbehinderung eintreten. Nicht in Frage komme eine Operation, wenn sich Patienten durch eine medikamentöse Therapie gut fühlten, sie sehr selbstständig leben könnten, oder wenn bereits eine Demenz oder eine fehlende Kooperationsfähigkeit vorliege.

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