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Von (rid)  |  10.10.2008  | Netzcode: 1565690
Schwandorf

Schnell muss es gehen

Ärzte wollen Notfallnetzwerk aufbauen

60 Minuten haben die Ärzte Zeit, um die Folgen eines Herzinfarktes zu reparieren. "Nutzen wir diese goldene Stunde", appellierte Professor Dr. Helmut Wollenschläger an die Teilnehmer einer Fortbildung des "Ärztlichen Kreisverbandes" in der Kebbel-Villa in Fronberg.

Der Chefarzt am Klinikum St. Marien Amberg möchte auch im Landkreis Schwandorf ein Notfallnetzwerk zur schnellen Behandlung von Herzinfarkt-Patienten errichten. So wie es sich seit vielen Jahren bereits im Raum Amberg bewähre. Wer anhaltend starke Schmerzen in der Brust verspüre, sollte spätestens nach zehn Minuten Notarzt und Rettungswagen rufen, so der Rat des Mediziners. Bereits vor Ort nehme der Notarzt telemetrisch Kontakt mit der Amberger Klinik auf und bespreche mit dem Spezialisten die Vorgehensweise.

"Die Behandlung setzt damit bereits auf dem Weg zum Krankenhaus ein", betonte der Oberarzt am Klinikum Amberg, Dr. Hans Friedl. In der Klinik selbst würden die entsprechenden Vorbereitungen getroffen, individuell abgestimmt auf die telemetrisch ermittelte Diagnose. Die Öffnung der verstopften Adern mit Hilfe der "Ballon-Technik" könne dann nur von Spezialisten im Katheterlabor vorgenommen werden, so Dr. Wollenschläger.

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