Von (nm)  |  23.08.2005  | Netzcode: 10759397
Leuchtenberg

Feiertage für die Paneuropa-Union

Kreisverband bereitet Mittelpunkt- und Goppel-Jubiläen vor - "Paneuropa-Weg" von Paris bis nach Prag

Zwei Jubiläen rücken am 15. September und Anfang Oktober in den Blickpunkt. Der Kreisverband Neustadt/Weiden der Paneuropa-Union bereitete am Freitag Feiern zum 20-jährigen Bestehen des Mittelpunkts Mitteleuropas und zum 100. Geburtstag des verstorbenen Ministerpräsidenten und Paneuropäers Alfons Goppel vor.

Kreisvorsitzender Bernhard Steghöfer erinnerte bei dem Treffen - Vorstandsmitglied Sieglinde Schärtl präsentierte sich mit Ehemann Josef im Leuchtenberger Ortsteil Döllnitz als perfekte Gastgeberin - an den 15. September 1985: "Die Paneuropa-Union war damals daran beteiligt, dass in Hildweinsreuth der Hinweisstein für den Mittelpunkt Mitteleuropas entstand." Auf den Tag genau 20 Jahre später wird an das Ereignis erinnert. Mit dabei ist als Redner das Mitglied des Bundestags-Europaausschusses MdB Albert Rupprecht.

Nicht mit einem Festakt der Staatskanzlei zu Ehren Goppels wollen die Paneuropäer am 1. Oktober konkurrieren. Sie feiern den 100. Geburtstag des ehemaligen Landesvaters und Präsidenten des nationalen Verbandes einen Tag später. Ausgewählt wurde dafür die Marienkapelle im Vohenstraußer Ortsteil Fiedlbühl. Goppel stiftete 1970 eine Madonna für das Kirchlein.

Inzwischen ging laut Aussage Steghöfers eine Zusage von Sohn Thomas Goppel ein. Der Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst ist bei der um 15 Uhr beginnenden Andacht ebenso dabei wie bei dem folgenden Festakt der Stadt Vohenstrauß im Rathaussaal. Bürgermeister Josef Zilbauer erläuterte die Hintergründe: "Alfons Goppel war früher unser Stimmkreisabgeordneter."

Groß war am Freitag bei den Paneuropäern die Vorfreude auf die 2. Europäische Krippenausstellung. Der Erfolg bei der Premiere vor zwei Jahren in Neustadt/WN lasse heuer ebenso auf Interesse hoffen. Unterstützung kommt von Kreisheimatpflegerin Eleonore Böhm und von der "Krippenstadt" Grafenwöhr.

Mit einem Knaller beendete Steghöfer das Treffen. Die im Landratsamt für Regionalmarketing zuständige Beschäftigte Margit Frauenreuther habe vorgeschlagen, den Radweg zwischen Paris und Prag zu taufen. Verbunden war das mit dem Vorschlag "Paneuropa-Weg". Die Bezeichnung verdeutliche den Charakter der Trasse: "Landrat Simon Wittmann und unser Kreisverband stellten beim Paneuropa-Bundesvorsitzenden Bernd Posselt einen Antrag. Eine Antwort ging noch nicht ein. Alles andere als eine Zusage wäre aber eine Riesenenttäuschung."


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